Juma Kliebenstein: Der Tag, an dem ich cool wurde

Martin ist 11 und geht in die sechste Klasse. Er ist pummelig, trägt eine uncoole Brille und der Kleidergeschmack seiner Mutter trägt ihm viel Spott ein. Am liebsten macht er daheim Experimente und hört Rockmusik – nichts, was bei den anderen Schülern ankommt. Deswegen hat er es in der Schule ziemlich schwer. Vor allem die coolen Jungs der „Fab Four“ (später „Fab Five“) unter der Führung von Lucas piesacken ihn, wann immer es geht. Dann kommt ein neuer Junge in die Klasse: Karli, dürr, mit Piepsstimme und abstehenden Ohren, den die Jungsgang sich sofort als neues Opfer auswählt. Martin und Karli freunden sich an und kämpfen gemeinsam gegen die Fab Five. Damit handeln sie sich viel Ärger mit den Eltern ein und werden zu einem Campingurlaub mit Martins Vater und Großvater verdonnert. Sie nehmen sich vor, im Urlaub lauter coole Dinge zu lernen. Dabuei haben sie die Rechnung ohne die Erwachsenen gemacht, die die Ferien als Strafaktion geplant haben. Und dann entdecken sie auch noch, dass Lucas auf dem gleichen Platz Urlaub macht wie sie. Doch dann kommt alles ganz anders …

Martin glaubt, für ihn gelte Murphys Gesetzt: „Alles, was schiefgehen kann, geht schief.“ Doch als er Karli kennenlernt und merkt, dass jemand seine Interessen teilt, gewinnt er langsam an Selbstvertrauen. Gemeinsam entwickeln die Jungen viele Ideen, wie man den fiesen Klassenkamaraden beikommen und nehmen bereitwillig den Ärger der Eltern auf sich. Im Urlaub wollen sie endlich „cool“ werden: Hip hop hören, Mädchen ansprechen, Kopfsprung üben, etc. Stattdessen machen sie Musik und stellen fest, dass Mädchen gar nicht unbedingt auf lässige Sportler stehen. Sie merken, dass es darauf ankommt, eine eigene Persönlichkeit zu entwicklen. Dazu gehört auch, dass sie erkennen, dass der vermeintlich so tolle Lucas gar nicht so genial und beliebt ist, wie sie immer dachten. Das alles wird alles so humorvoll und selbstironisch aus Martins Sicht erzählt, dass die Kinder (und die mitlesende Mutter 😉 ) das Buch in null Komma nichts verschlungen haben.

Für Kinder von 10 bis etwa 12 oder 13 Jahren ein großer Spaß mit durchaus ernstem Hintergrund.

Juma Liebenstein: der Tag, an dem ich cool wurde. Oetinger 2010. 256 Seiten, Euro 12,95, ISBN 978-3-789140457. Mit Illustrationen von Alexander Bux.

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