Rick Riordan: Percy Jackson

Endlich! Band 5 der Percy-Jackson-Serie ist erschienen. Wochen-, nein monatelang hat mein Sohn darauf gewartet. Etliche Male musste ich nachschauen, ob sich der Erscheinungstermin nicht nach vorne verschoben hat. Um sich die Wartezeit zu vertreiben, hat er die Bücher wieder und wieder gelesen und sich verschiedene Versionen ausgedacht, wie es wohl weitergehen könnte. Natürlich verlief die Fortsetzung ganz anders, aber vielleicht sollten wir einen Kontakt zum Autor herstellen – falls er doch einen sechsten Band schreiben möchte, kein Problem, das Kind hat genug für mehrere Bücher zusammengetragen.

Und dann war es am letzten Donnerstag endlich soweit. Ich wartete gemeinerweise, bis die Hausaufgaben erledigt waren, bevor ich das Buch herausrückte. Der Sohn verschwand mit Band 5: „Die letzte Göttin“, erschien nur unter Zwang zum Abendessen und ging nur sehr ungern schlafen. Zum Glück kam ein langes Wochenende. Denn nachdem er es am Freitag Abend durchgelesen und eine lange Telefonkonferenz mit seinem ebenso begeisterten Freund hinter sich gebracht hatte, las er es einfach noch einmal. Und am restlichen Wochenende alle fünf Bände hintereinander.

Ich gebe es zu, ich habe keins der Bücher gelesen, ich kenne nur den Film, der aber sehr vom Buch abweichen soll. Aber ich habe mir den Inhalt berichten lassen:

Der zwölfjährige Perseus (Percy) Jackson hält sich für einen ganz normalen Jungen. Na ja, nicht ganz normal, denn er ist hyperaktiv und Legastheniker. Dass er ein halber Gott ist, da er ein Sohn des Poseidons ist, weiß er nicht. Ebensowenig, dass seine Hyperaktivität lediglich seine Kampfreflexe sind und seine Legasthenie daher rührt, dass er auf Altgriechisch „eingestellt“ ist. Da geht es ihm genauso wie den anderen Demigottheiten.

Dann geschehen merkwürdige Dinge. Zunächst wird in der Schule von einer Furie angegriffen, die er besiegt. Dann gelangt er in einem Urlaub in das Camp Halfblood und erfährt alles über seine Herkunft. Sein Freund Grover entpuppt sich als Sohn eines Satyr. Er lernt andere Halbblute kennen, beispielsweise Annabeth, eine Tochter der Athene. Ihr Lehrmeister ist der weise Chiron.

Als der Herrscherblitz des Zeus verschwindet glaubt dieser, dass Percy der Dieb ist. Der hat eigentlich gerade ganz andere Sorgen, denn seine Mutter wurde von Minotaurus entführt und er will sie befreien. Nur deswegen macht er sich auf den Weg zu Hades, um den tatsächlichen Dieb des Blitzes zu finden.

Im zweiten Buch ist das Camp in Gefahr. Der Baum, der die magischen Grenzen beschützt, wurde vergiftet. Nur das goldene Vlies kann ihn heilen. Percys Freund Grover wird von einem Minotaurus entführt. Percy macht sich auf, um das Camp zu retten und seinem Freund zu helfen.

In Band drei machen sich die Campbewohner auf, um weitere Halbblute zu suchen. Sie treffen auf die Jägerin der Artemis und verbünden sich mit ihr. Beim Kampf gegen ein Monster wird zunächst Annabeth entführt, später auch Artemis. Können die jungen Halbblute ihnen helfen?

Vier: Kronos wird immer stärker. Die Jugendlichen befürchten, dass er einen Weg sucht, um die magische Grenze zu umgehen und ins Camp zu kommen. Sie finden heraus, dass das Labyrinth von Deidalos einen Eingang mitten im Camp hat. Luke, ebenfalls ein junges Halbblut und der Helfer des Kronos, sucht den Faden der Ariadne. Die anderen Campbewohner versuchen, ihm zuvorzukommen.

In Band fünf sind die Götter sind ausgezogen, um gegen das wiedererstanden Monster Typhon zu kämpfen. Gleichzeitig marschiert Kronos mit seiner Armee gegen New York aus. Percy und seine Freunde versuchen, den Olymp, der sich über New York befindet, zu retten. Wird es ihnen gelingen?

Die griechischen Götter existieren noch, sie leben in unserer Welt und haben Kinder. Vielleicht macht die Vorstellung, dass man selber ja auch solch ein Halbblut sein könnte, die Lektüre für Kinder besonders spannend (so wie bei Harry Potter alle insgeheim hofften, auch ein Zauberer oder eine Hexe zu sein). Ich könnte mir vorstellen, dass gerade hyperaktive Kinder davon besonders angesprochen werden: In Wirklichkeit sind das ihre Schlachtreflexe, wie cool!

Es ist oft nicht einfach, Jungs zum Lesen zu bekommen. Diese Buchreihe schafft es definitiv! Ob sie auch von Mädchen gemocht wird, kann ich nicht sagen. Über Kommentare würde ich mich freuen, falls jemand damit Erfahrungen gemacht hat.

Rick Riordan: Percy Jackson. Diebe im Olymp. Carlsen. 448 Seiten. Euro 16,90. ISBN 978-3-551-55437-6

Rick Riodan: Percy Jackson. Im Bann des Zyklopen. Carlsen. 326 Seiten. Euro 14,90. ISBN 978-3-551-55438-3

Rick Riordan: Percy Jackson. Der Fluch des Titanen. Carlsen. 338 Seiten. Euro 16,90. ISBN 978-3-551-55554-0

Rick Riordan: Percy Jackson. Die Schlacht um das Labyrinth. Carlsen. 430 Seiten. Euro 16,90. ISBN 978-3-551-55439-0

Rick Riordan: Percy Jackson. Die letzte Göttin. Carlsen. 461 Seiten. Euro 16,90. ISBN 978-3-551-55584-4

2 Kommentare zu “Rick Riordan: Percy Jackson

  1. Ja!!! Percy Jackson ist großartig! Ich hab die Bücher alle längst gelesen und auch andere damit angesteckt. Ich hätte sie allerdings nie auf einmal lesen können, dafür waren sie mir dann doch ne Spur zu flippig-flachsig-überspannt.

    Percy Jackson: sehr, sehr kurzweilig, man muss sich wirklich nicht langweilen, die immerhin fünf Bände haben keine Hänger und werden auch nicht grottenschlecht, was ja bei manchen Reihen passiert, Percy ist wirklich cool. (Yo!)

    Nicht so toll war der Film zum Buch, falls sich den jemand zulegen will: Ich rate davon ab. Das ist so ein B-Schinken (oder C?), der aus einer tollen Story eine peinliche Sache macht. Ganz schlimm fand ich den Percy-Darsteller mit so einer Teeniestarfrisur, die wie betoniert den ganzen Film über saß, und dann dieses ständige „Check it out“ – keine Ahnung, was sie in der deutschen Synchronisation da sagen.

    Kurzum: Buch lesen, Film meiden. (Mein Wort zum Mittwoch zu meinem bevorzugten Halbgott. ;))

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    • Du hast sie auf Englisch gelesen … Ich glaube, wenn Sohnemanns Englisch schon so weit wäre, mit dem Buchhätte ich ihn locken können. Schade, dass ich nicht auf die Idee gekommen bin! 😉 Meine Freundin meinte heute auch schon, sie hätte das erste Buch gelesen und es nicht schlecht gefunden. Nun gut, ich bin überzeugt und schaue bei Gelegenheit auch mal rein.

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