Die ultimativen 100 Jugendbücher?

Ich bekomme ja immer erst alles mit, wenn es zu spät ist. Jedenfalls hatte ich heute morgen mal wieder den Eindruck. Da las ich nämlich im Lesemomente-Blog, dass Sandra vom Pusteblume-Blog unter ihren Lesern eine Umfrage durchgeführt hat, um die 100 Jugendbücher herauszufinden, die man gelesen haben sollte. Ich habe die Abstimmung verpasst, aber ich musste natürlich gleich mal nachschauen, wie viele Bücher ich davon gelesen habe.

Netterweise erlaubt Sandra, dass wir ihre Bilder übernehmen. Danke dafür! Dies sind also die Top 100:

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Das sind die Plätze 1 bis 20, davon habe ich acht gelesen. Nur acht? Ja tatsächlich: Harry Potter, Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Tote Mädchen lügen nicht, Tintenherz, Der kleine Hobbit, Die Bücherdiebin, Die Welle, Das Tagebuch der Anne Frank.

Die Tribute von Panem liegen im Zimmer meines Sohnes bereit, ich habe sie mir für die Sommerferien vorgenommen. Und ich habe tatsächlich immer noch kein Buch von Kerstin Gier gelesen. Das kommt aber noch. An Biss habe ich kein Interesse. Und die meisten anderen Titel sagen mir nichts. Die Auswahl scheint doch ziemlich Fantasy-lastig zu sein.

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Hier die Plätze 21 bis 40, davon habe ich sechs anzubieten: Stolz und Vorurteil (Das ist meiner Meinung nach aber kein Jugendbuch), Percy Jackson, Die unendliche Geschichte, Erebos, Der kleine Prinz und Skulduggery Pleasant. Die Verratenen und Lucian möchte ich aber auf jeden Fall lesen.

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Hier geht es weiter mit Platz 41 bis 60. Hier sind es nur noch fünf Treffer für mich: Herr der Diebe, Momo, Eragon, Krabat und Saeculum.

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61 bis 80. Puh … Einen Moment dachte ich, hier wäre kein einziges Buch dabei, das ich kenne. Die Kinder vom Bahnhof Zoo haben mich gerettet. Bartimäus hat mein jüngerer Sohn als E-Book, glaube ich. Daran denke ich nie, wenn ich mir in den Kinderzimmern Lektüre suche. Und ja, Der Joker und Erdbeerpflücker möchte ich schon seit Langem lesen.

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81 bis 100: Hier sind immerhin wieder drei Bücher dabei, wobei auch Sturmhöhe kein Jugendbuch ist. Außerdem habe ich noch Die Brüder Löwenherz und Sofies Welt gelesen.

23 von 100, da hatte ich eigentlich mehr erwartet. Es sind aber einige Bücher dabei, von denen ich schon gehört habe und die ich gerne lesen möchte. Ein paar sprechen mich auch vom Titel her so an, dass ich mich genauer darüber informieren werde. Ich werde im Laufe der Zeit also sicherlich noch das eine oder andere davon schaffen. Ich muss allerdings auch sagen, dass etliche Titel mich überhaupt nicht ansprechen.

Meine Liste der 100 besten Jugendbücher würde sicher anders aussehen. Ich gehöre ja auch nicht mehr zur Zielgruppe. Die meisten dieser Bücher waren noch gar nicht erschienen, als ich in dem Alter war. Was haben wir eigentlich gelesen? Ich habe viele Bücher über das Dritte Reich gelesen: Ein Stück Himmel, Ich trug den gelben Stern, Hitlerjunge Salomon sind Titel, die mir spontan einfallen. Dann habe ich viele englische Klassiker gelesen wie Jane Eyre (mindestens zwanzigmal), Sturmhöhe, David Copperfield, Oliver Twist. Überhaupt Klassiker: Tom Sawyer, Onkel Toms Hütte, Moby Dick, Die Schatzinsel, Robinson Crusoe, Der letzte Mohikaner, sehr viel Karl May, Robin Hood … Verschlungen habe ich Edgar Allan Poe. Alles von Agatha Christie. Daphne du  Maurier. Zeitweise habe ich viele Balladen und Gedichte gelesen. Außerdem die Mädchen-Klassiker wie Trotzkopf und Nesthäkchen, Hannni und Nanni und Dolly. Und ja, auch wir hatten unsere Herz-Schmerz-Liebesbücher. Ich sage nur: Berte Bratt. Jede in der Klasse hatte mindestens fünf Bücher von ihr, die von Hand zu Hand gingen.

Das sind die Bücher, die mir spontan einfallen und die ich zum großen Teil mehrfach gelesen habe. Da ich fast alles verschlungen habe, was in der Bibliothek für Jugendliche zu haben war, dürften es noch deutlich mehr gewesen sein. 😉

Wie sieht es bei euch aus? Wie viele der Bücher aus der aktuellen Liste kennt ihr? Und was habt ihr gelesen und geliebt?

16 Kommentare zu “Die ultimativen 100 Jugendbücher?

  1. Immerhin 36…
    Schon von den Top 20 habe ich 14 gelesen. Aber es ist bei mir ja noch nicht so lange her, dass ich diese Bücher gelesen habe 😉
    Überhaupt habe ich so das Gefühl, dass ich meine komplette Kindheit und Jugend nichts anderes getan habe, als zu lesen. Wobei, das schaut jetzt auch nicht viel anders aus…

    Welche mir abgehen sind zum Beispiel Hanni und Nanni, der goldene Kompass, die drei ???, Fünf Freunde, Warrior Cats, Lockwood and Co. oder auch noch einige mehr von Kai Meyer (Wellenläufer) oder Wolfgang Hohlbein (Genesis).
    Natürlich gibt es auch noch mehr Bücher die Themen wie zum Beispiel Magersucht behandeln (Luft zum Frühstück etc.) oder sich mit Krebskranken beschäftigen. Aber in diesem Genre kenne ich mich nicht so gut aus, mich haben eher mehr Abenteuerbücher interessiert.

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  5. Huch, nur 19 von 100. Ich hätte auch mehr erwartet. Aber die Liste ist tatsächlich sehr Fantasy-lastig – und das ist nicht so meins. Die Idee, eine Kinderbuch-Liste zu erstellen, finde ich großartig. Bitte direkt die Umfrage starten! 🙂

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  6. Ich schließe mich dir an. Meine Liste würde auch anders aussehen. Ich habeversucht mich zu erinnern was ich gelesen habe—in der DDR- „Soja und Schura“ Eine Biografie die die Mutter von Soja im Rückblick schreibt, sehr eingefärbt.Trotzdem sind die Erinnerungen wunderschön beschrieben. Verflucht und geliebt von Sarkowski. Mal sehen ob mir durch Google noch mehr einfällt….

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  7. Meine Bilanz fällt recht ähnlich aus wie deine. Aber wir sind ja auch in etwa ein Jahrgang 😉 Ich habe im Alter von 10 bis 12 früher zum einen Klassiker gelesen, gerne was mit Abenteuer, dann die früheren „Schneider-Bücher“ (Man nennt mich Ginster, habe ich immer noch, u.Ä. und Dolly und Burg Schreckenstein usw.). Als ich noch älter war, bin ich direkt in die Erwachsenenbibliothek gegangen. Ich habe den Eindruck, dass es heute mehr Jugendbücher für ältere Jugendliche gibt als früher?

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    • Das denke ich auch. Früher ist man einfach irgendwann zu den Erwachsenenbüchern übergegangen, eine ganze Weile ging das bei mir auch kunterbunt durcheinander. Es gab wenig, was explizit für diese Zielgruppe geschrieben wurde. Und heute lesen die Erwachsenen die Jugendbücher, also funktioniert es auch nicht so recht!
      Burg Schreckenstein, die Reihe hatte ich auch. Und die Fünf Freunde und die Abenteuer-Bücher. Aber das sind eher Kinderbücher, finde ich.

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