Günter von Lonski: Alarm im Pfannkuchenhaus

Lauras Mutter Elsa ist Besitzerin des Pfannkuchenhauses in Hameln, eines Cafés, in dem es viele leckere Pfannkuchen zu essen gibt. Das Café befindet sich sich in einem alten Fachwerkaus, einem der ältesten Häuser der Stadt. Eines Tages kommt ein merkwürdiger Herr P. zu Besuch, der Elsa  überzeugen will, einen Vertrag für den Umbau des Pfannkuchenhauses zu unterschreiben. Alles soll neu und modern eingerichtet werden. Elsa ist überhaupt nicht interessiert, doch P. lässt nicht locker. Laura und ihrer Freundin Klara fällt auf, dass P. sich merkwürdig verhält und heimlich in der Küche nach etwas sucht. Doch nach was? Laura und Klara finden es viel interessanter, einem Geheimnis nachzuspüren, als ihre Hausaufgaben zu machen.

Im Laufe der nächsten Tage und Wochen entdecken sie, dass ein Schatz im Haus versteckt sein muss. Sie bitten ihre Geschichtslehrerin um Hilfe, forschen im Stadtarchiv und nehmen sogar an einer Burgführung teil, um weitere Hinweise zu bekommen. Doch dann bekommen die falschen Leute Wind von ihren Nachforschungen und es wird plötzlich richtig gefährlich. Werden Laura und Klara das Rätsel lösen?

Laura und Klara sind zwei ganz normale Schülerinnen, die alles andere interessanter finden, als für die nächste Klassenarbeit zu lernen. Sie naschen gerne, verbringen ihre Freizeit am liebsten gemeinsam, mögen fernsehen oder durch Geschäfte bummeln. Und als ihre Neugierde geweckt wird, geben sie nicht eher nach, bis sie den „Fall“ gelöst haben. Das ist es doch, wovon Kinder träumen: Dass ihnen auch einmal so eine aufregende Geschichte passiert. Da das meistens nicht der Fall ist, können sie sie stellvertretend mit den beiden Mädchen erleben. Die Ereignisse sind recht realistisch (vielleicht abgesehen davon, dass ich keine Kinder in dem Alter kenne, die solche Schwierigkeiten haben, ins Internet zu kommen), die Detektivarbeit spannend und stellenweise aufregend, aber vollkommen unblutig. Für Kinder, die in Hameln wohnen, ist es sicherlich aufregend, die geschilderten Schauplätze wiederzuerkennen, aber wenn man noch nie in Hameln war (so wie ich) ist das kein Problem, die Ortskenntnis ist zum Verständnis des Buches nicht erforderlich.

Das Buch ist angenehm zu lesen, nicht zu kompliziert, aber auch nicht zwanghaft kindlich. Die teils skizzenhaften Illustrationen lassen noch genug Raum für die eigene Fantasie, lockern den Text auf und schaffen es gut, die Gefühle der Mädchen zu zeigen. Die spannende Handlung dürfte auch Kinder mit noch nicht so viel Leseerfahrung zum Durchhalten motivieren. Die größere Schrift trägt ihren Teil dazu bei.

Ein Lesespaß für Krimifans ab etwa 9 oder 10 Jahren, abhängig von der Lesekompetenz.

Cover_Lonski_Pfannkuchenhaus

Günter von Lonski: Alarm im Pfannkuchenhaus. Ein Fall für Laura und Klara. CW Niemeyer 2013. 224 Seiten, Euro 7,95, ISBN 978-3-8271-9580-7.

Zur Verlagsseite (dort gibt es auch eine Leseprobe)– Alarm im Pfannkuchenhaus bei Amazon

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