Jörg Hilbert, Felix Janosa: Ritter Rost im Fabelwesenwald

Ritter Rost, Burgfräulein Bö und der Feuerdrache Koks machen sich auf zum Pilzesuchen. Sie haben ausgemacht, immer schön am Waldrand zu bleiben, denn im Fabelwesenwald wohnen, wie der Name schon sagt, angeblich gefährliche Fabelwesen. Obwohl Rost sich immer mehr fürchtet, erzählt Koks ihm ausführlich von den gefährlichen Pobeißern, die quasi nur aus Knochen und Zähnen bestehen, weswegen auch das Drachenfeuer nichts gegen sie ausrichten kann. Rost gerät in Panik und will nach Hause laufen. Doch leider irrt er sich in der Richtung und läuft mitten in den dunklen Wald hinein. Schon einen Moment später hat er sich verlaufen. Das ist ungünstig, denn Bö hat ihm eben noch erklärt, dass der Fabelwesenwald nur für den gefährlich ist, der sich darin verlaufen hat! Natürlich machen Bö und Koks sich auf die Suche nach Ritter Rost. Unterwegs begegnen sie merkwürdigen Tieren, interessanten Pilzen und Riesenkürbissen und haben selber manchmal richtig viel Angst. Und am Ende finden sie natürlich auch Rost wieder.

Sehr seltmerksamwürdig, das alles, fand Koks.

Wie immer kann man die Geschichte im Buch vorlesen oder sie auf der CD als Hörspiel hören. Ich empfehle, sich das Hörspiel anzuhören und dabei die Bilder anzuschauen, da einige Episoden des Hörbuchs im Buchtext nicht enthalten sind und überhaupt stark gekürzt wurde. Und dabei sind das gerade die lustigsten Tierbeschreibungen! Warum eigentlich, im Buch wäre durchaus noch Platz für ein wenig mehr Text gewesen.

Außerdem sind die Lieder wieder klasse und haben das Zeug zum Ohrwurm. Zum Beispiel gibt es ein schönes Laternenlied und das Nusshörnchen singt, dass es weder für Flocken, Ocken oder Diamantenbrocken irgendetwas tut, nicht mal für Küsse, sondern nur für Nüsse.

Die Geschichte an sich ist für die junge Zielgruppe spannend: Wird der arme Rost nach Hause finden? Wird er womöglich dem bösen Pobeißer begegnen? Oder sonst einem der gruseligen Tiere? Die Lieder, wenn sie auch die Handlung vorantreiben, brechen dann die Spannung wieder etwas auf, sodass es erträglich bleibt. Und die Texte: Ich finde sie ja so klasse. Oft doppeldeutig, oft sehr humorvoll, beispielsweise bei der Beschreibung der Tiere und Pilze. Das bekommen die kleinsten Zuhörer vielleicht gar nicht so mit, aber die Eltern wollen ja auch ihren Spaß haben!

Das Buch sollte man allerdings keinesfalls außer Acht lassen, denn es bietet zahlreiche Anregungen für herbstliche Bastelarbeiten (Herbstlaternen, Blätterbild, Gruselmasken, Kürbis aushöhlen) und Rezepte (Pilzomelett, Kürbissuppe). Diesen Teil finde ich allerdings wenig originell – alles unzählige Male gesehen, vielleicht abgesehen von den Laternen, die ich noch nicht kannte. Umso mehr Freude machen die Bilder, auf denen man teilweise so viel entdecken kann: Igel, die auf ihren Stacheln Pilze und Äpfel transportieren, laufende Kürbisse, Kastanientierchen, merkwürdige Büsche und Bäume und natürlich die drei Protagonisten. Auch die Liedertexte und -noten sind im Buch abgedruckt.

Für alle Ritter Rost Fans ab vier Jahren – und alle neugierigen Neulinge, die es noch werden wollen.

Cover_RitterRostFabelwesenwald

Jörg Hilbert, Felix Janosa: Ritter Rost im Fabelwesenwald. Ein herbstliches Musical- und Mitmachbuch. Terzio 2014. 1 Buch mit 32 Seiten plus 1 Hörspiel-CD, Euro 14,95, ISBN 978-3-551-27117-4.

Zur Verlagsseite – bei Amazon

Sprecher: Fritz Stavenhagen, Patricia Prawit, Felix Janosa, Björn Dömkes, Jörg Hilbert, Dieter Brink, Constanze Backes.

Und wenn ihr mehr über die Herstellung eines solchen Hörspiels erfahren oder die Sprecher in anderen Situationen hören wollt, schaut einfach einmal hier vorbei.

4 Kommentare zu “Jörg Hilbert, Felix Janosa: Ritter Rost im Fabelwesenwald

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