Eva Roth und Artem: Unter Bodos Bett

Als unter seinem Bett etwas klopft, entdeckt Bodo einen großen, schweren Werkzeugkoffer aus Metall. Darin liegt eine Ziege, die nach dem Eingesperrtsein eine Menge Bewegungsdrang hat. Mithilfe von Bodo und den Werkzeugen bauen sie eine Riesenkugelbahn aus der Kommode, eine Rutsche aus dem Bett und einen Ausguck. Nacheinander beschweren sich Papa und dann mit ihm die Nachbarn von unten und oben über den Lärm. Doch immer, wenn die Erwachsenen ins Zimmer schauen, ist alles in Ordnung. Die Ziege bemerken sie nie. Bodo wundert sich.

Bodo fragt: „Warum geht das immer gut?“
Die Ziege meckert leise.
Es klingt wie ein Lachen.
„Weil die Großen nur sehen, was es gibt.“

Langeweile im Kinderzimmer? Aber nicht, wenn das Kind Fantasie hat. Viele Kinder haben Spielgefährten, die nur in ihrem Kopf existieren, die ihnen aber gute Freunde sind, sie trösten oder unterstützen, wenn sie Angst haben. Bodos Fantasiefreund ist eher ungewöhnlich: eine Ziege, der es Spaß macht, mit Werkzeugen zu hantieren und dabei Bodos Zimmer so umzubauen, dass es ein tolles Spielparadies wäre. Dass die Erwachsenen das nicht sehen können – was für ein Glück. Viele kleine Leserinnen und Leser werden sich wunderbar in Bodo und seine Welt hineinversetzen können und davon träumen, auch solch einen tollen Freund zu haben. Vielleicht werden sie hinterher auch versuchen, ihr Zimmer in einen Abenteuerspielplatz zu verwandeln. Und wenn schon! 😉

Die Sätze sind kurz, teilweise sehr kurz. Daher ist alles sehr gut verständlich. Auch die Bilder gefallen mir gut. Sie zeigen sehr gut die Freude des Jungen, die Zahnlücke lässt ihn sehr sympathisch wirken. Die Farben sind teilweise etwas düster, weil der arme Junge in einem Zimmer mit braunem Boden, braunen Wänden und braunen Möbeln lebt. Wie gut, dass die Ziege etwas Leben hineinbringt!

Eine lustige Lektüre, über die es bestimmt einiges zu reden gibt, für Kinder ab 4 Jahren.

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Eva Roth und Artem: Unter Bodos Bett. Atlantis 2015. 32 Seiten, Euro 14,95, ISBN 978-3-7152-0692-9.

Zur Verlagsseite – bei  Amazon – und in der Buchhandlung um die Ecke.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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