James Frey: Endgame. Die Auserwählten

Gastrezension von Lukas (15):

Das Buch handelt von 12 Jugendlichen aus 12 verschiedenen Geschlechtern, die von ihren Familien ihr ganzes Leben lang auf Endgame vorbereitet wurden. Endgame ist ein von Außerirdischen ausgerichteter und vor vielen Jahrtausenden angekündigter Wettstreit zwischen den 12 Geschlechtern aus allen Gegenden der Erde. Ein Teil von Endgame ist das sogenannte „Ereignis“,  das die gesamte Menschheit auslöschen soll, bis auf das Geschlecht des Siegers oder der Siegerin. Der Teilnehmer oder die Teilnehmerin muss zwischen 13 und 20 sein, daher und aufgrund der unterschiedlichen Talente und der Ausbildungen durch die jeweiligen Geschlechter, die verschiedene Fähigkeiten vermittelten und unterschiedliche Schwerpunkte hatten, gibt es große Unterschiede, was die Fähigkeiten angeht. Doch ihre Ausbildung hat alle zu ausgezeichneten Killern gemacht, von denen keiner, wenn nötig, vor Mord zurückschreckt. Das Überleben ihres ganzen Geschlechtes steht auf dem Spiel, Mitleid und Erbarmen werden zu Schwächen.
Ich finde, das Cover des Buches ist gut gestaltet und regt die Fantasie an. Der Schreibstil des Autors ist ungewöhnlich, da manche Sätze sehr kurz und teilweise sogar abgehackt sind, aber man kann sich schnell daran gewöhnen und die abgehackten Sätze werden meist nur an inhaltlich dazu passenden Stellen verwendet. Inhaltlich fand ich besonders gut, das dass Geschehen nicht nur aus der Perspektive einer einzigen Person dargestellt wurde, sondern aus den Perspektiven aller 12 Teilnehmer, den so genannten „Spielern“, und einer zusätzlichen Person. Die Charaktere haben abwechslungsreiche Persönlichkeiten und können auf gar keinen Fall eindeutig in gut und böse unterteilt werden, ein weiterer Pluspunkt. Auffällig fand ich, dass Zahlenwerte oft übertrieben genau angegeben werden, auch wenn eine Angabe der Größenordnung gereicht hätte.

Allerdings gibt es meiner Meinung nach in der Altersverteilung der Spieler einen Logikfehler: Obwohl das Alter zwischen 13 und 20 liegen muss, gibt es nur einen Spieler, der unter 16 ist, mit lediglich 13 Jahren. Alle anderen sind 16, 17, 18 oder 19, daher bleibt der Bereich zwischen 13 und 16 beinahe leer. Gewalt und Actionszenen sind gut, vieleicht sogar etwas spartanisch dosiert. Weniger Gewalt und geringere Brutalität wären bei diesem Thema für ein Buch völlig fehl am Platze, dass ein Kampf um das Überleben zwischen exzellent ausgebildeten Killern mit harten Bandagen und äußerster Brutalität geführt wird, sollte eigentlich jedem klar sein. Die Altersempfehlung ist, finde ich, mit 16 zu hoch angesetzt, 14 oder 15 hätten vollkommen ausgereicht, allerdings sollte das natürlich immer individuell entschieden werden. Ich habe das Buch mit 14 gelesen und fand es in keinem Fall zu brutal oder in irgendeiner anderen Art nicht in Ordnung. Insgesamt ein gutes Buch mit Potenzial für mehr, daher kann ich es nur empfehlen.

Cover_Frey_Endgame

James Frey: Endgame. Aus dem amerikanischen Englisch von Felix Darwin. Oetinger 2014. 592 Seiten, Euro 15,99, ISBN 978-3-7891-3522-4.

Zur Verlagsseite – bei Amazon – und in jeder Buchhandlung.

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