Lisa-Marie Dickreiter, Winfried Oelsner: Max und die wilde 7. Die Geister-Oma

Weil Max’ Mutter in einem Seniorenheim arbeitet, das auf Burg Geroldseck untergebracht ist, wohnt sie mit Max dort. Max muss deswegen in der Schule sehr viel Spott ertragen, vor allem von Ole und dessen Freunden, die ihn immer „Opa“ nennen. Dabei sind die alten Herrschaften unheimlich nett zu Max, vor allem seine Freunde von Tisch 7, mit denen er vor den Ferien einen Einbrecher gefasst hat. Als Max es nicht schafft, in die Fußball-Schulmannschaft aufgenommen zu werden, mischt sich Horst ein, der früher sogar Trainer in der Bundesliga war. Er schlägt ein Spiel zwischen dem Schulteam und einer Mannschaft des Altenheims vor. Oh je, Max soll mit lauter alten Männern Fußball spielen? Wie peinlich!

Und als hätte er damit nicht genug Probleme, will seine Freundin Vera ausziehen. In ihrer Wohnung hört sie jede Nacht geisterhafte Stimmen, die sie um den Schlaf bringen. Als Max Nachforschungen anstellt, begegnet er wirklich und wahrhaftig einer Geister-Oma. Doch Kilian, der Professor war, besteht darauf, dass es keine Geister gibt.

Nun versucht Max nachts, das Geister-Rätsel zu lösen, tagsüber trainiert er für das große Spiel. Hat die Mannschaft eine Chance auf den Sieg? Und werden die Freunde verhindern, dass Vera auszieht?

In dem Seniorenheim ist eine Menge los. Es ist schön, mitzuerleben, wie Max und seine manchmal etwas kauzigen Freunde zusammenhalten. Dabei bekommt Max eine Menge Lebensweisheiten mit auf den Weg, aber trotzdem ist er ein ganz normaler Junge, der an seinen Fähigkeiten zweifelt und unter dem Mobbing seiner Mitschüler leidet. Zwischendurch will er sogar aufgeben, aber er kommt selber dahinter, dass das nicht der richtige Weg ist. Der geheimnisvolle Geisterfall, den die Hobby-Detektive lösen wollen, bringt viel Spannung herein und natürlich ist mal als Zuhörer sehr gespannt, wie das ungleiche Fußballspiel ausgehen wird.

Es hat mir gut gefallen, dass Max als normaler Junge dargestellt wird. Er hat nicht einen Geistesblitz nach dem anderen, um den Fall zu lösen, sondern er und seine Freunde müssen sich nach und nach vorarbeiten (ich wusste schon viel früher, was Sache ist, aber die zuhörenden Kinder sicher nicht). Er und seine Freunde sind sympathisch, die Charaktere sind schön herausgearbeitet, jeder hat seine kleinen Eigenheiten. Sogar die unfreundliche Oberschwester offenbart ihre nette Seite. Die Geschichte nimmt schnell Tempo auf, ist mal spannend, mal ein klein wenig gruselig und steckt voller Humor. Simon Jäger haucht den Protagonisten gekonnt Leben ein und schafft es, ihnen individuelle Züge zu verleihen.

Nur eins gefällt mir nicht: dass von den alten Leuten immer als Oma oder Opa gesprochen wird, auch von den anderen Seniorenheim-Bewohnern. Kilian, der immerhin Professor ist, würde sicherlich nicht so respektlos reden und nicht jeder alte Mensch ist eine Oma oder ein Opa. Das habe ich immer versucht, meinen Kindern zu erklären, da ist solch ein Hörbuch natürlich kontraproduktiv.

Ansonsten: ein wundervoll humorvoller und spannender Hörspaß für Kinder ab 8 Jahren.

Cover_Maxunddiewilde7Geisteroma
Lisa-Marie Dickreiter, Winfried Oelsner: Max und die wilde 7. Die Geister-Oma. Sprecher: Simon Jäger. oetinger audio 2015. 4 CDs, 290 Minuten, Euro 19,99, ISBN 978-3-8373-0743-6.

Zur Verlagsseite –bei  Amazon – und in eurer Lieblingsbuchhandlung.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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