Rüdiger Bertram, Heribert Schulmeyer: Die Jungs vom S.W.A.P. Space Agents

Im dritten Teil der Reihe Space Agents müssen Tim und Bob wieder einmal die Welt vor dem bösen Baron Funeral retten. Nachdem dieser die Welt bisher durch Trockenheit (Band 1) und Vulkanausbrüche (Band 2) bedrohte, hat Funeral sich eine neue Strategie überlegt, um die Weltherrschaft an sich zu reißen: Viren. Aber wie will er erreichen, dass er selbst nicht angesteckt wird? Indem er sich so weit wie möglich zurückzieht – in den Weltraum. Da bleibt den beiden Jungs nicht viel anderes übrig, als sich in die ISS zu schmuggeln. Dass das mit Schwierigkeiten verbunden ist, ist klar. Und dass sie im All und sogar auf dem Mond aufregende Abenteuer erleben ebenso. Am Ende wird es jedenfalls richtig knapp …

Wieder sind Comicstreifen und größere Bilder in den Text integriert. Es ist tatsächlich eine Übungssache, mit dieser Mixtur von Text und Comicelementen zurechtzukommen, inzwischen bereitet es mir keine Probleme mehr. Der Text ist dadurch schön aufgelockert, was dem Lese-Nachwuchs gut gefällt und für Erfolgserlebnisse sorgt, weil man dadurch rasch vorankommt.

Wie schon die beiden Vorgängerbände ist auch dieser ziemlich spannend. Tim und Bob stolpern von einem gefährlichen Abenteuer ins nächste. Mangels Ausbildung gehen sie völlig unbedarft an alle Gefahren heran, meist bleibt ihnen auch nicht viel anderes übrig. Zwar gibt es Momente, in denen die Jungs gerne den Rückzug antreten würden, aber die Umstände geben das nicht her. Sie sind zwei sehr sympathische Helden, weil sie eben nicht über magische Superkräfte, besonders tolle Waffen oder eine herausragende Intelligenz verfügen, sondern weil sie so herrlich normal sind. Sie müssen mit wenigen Mitteln irgendwie zurechtkommen, haben oft mehr Glück als Verstand und retten sich oft nur durch ihre Spontanität über die Runden. Wieder werden sie am Ende von Hoka Hay abgezockt. Beide sind in das Mädchen verliebt, doch es spielt nur mit ihnen, nutzt sie schamlos aus und sorgt dafür, dass sie am Ende mit leeren Händen dastehen. Langsam aber sicher entwickelt sie sich damit zu einer Hassfigur für mich. Baron Funeral ist eindeutig böse, damit ist seine Rolle klar. Hoka Hay dagegen steht eigentlich auf der Seite der Jungen, doch sie ist kein Teamplayer, sondern hinterhältig, gemein und nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Damit ist sie für mich auch keine Identifikationsfigur für Mädchen, Tim und Bob sind die wirklichen Helden, auch wenn sie niemals eine Belohnung erhalten. Das soll vermutlich als Running Gag lustig sein, mich ärgert es. Können sie nicht einmal eine kleine Anerkennung oder ein Lob bekommen? Wie realistisch ist, es, dass sie unter diesen Umständen immer wieder zu neuen Abenteuern aufbrechen?

Das ändert aber nichts daran, dass es sich wieder um eine spannende Geschichte mit vielen lustigen Elementen handelt, die Kinder von 10 bis 12 Jahren mit Freude lesen.

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Rüdiger Bertram, Heribert Schulmeyer: Die Jungs vom S.W.A.P. 3. Space Agents. Oetinger 2015. 240 Seiten, Euro 12,00, ISBN 978-37891-2031-2.

Zur Verlagsseite – bei Amazon – und in eurer Lieblingsbuchhandlung.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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