Juma Kliebenstein: Die magischen Augen von Stonehill

Stonehill ist ein ziemlich langweiliges kleines Dorf, dem nur ein paar Einwohner fehlen, um endlich eine Stadt zu sein. Das einzige Besondere dort ist, dass alle Menschen Edelsteine besitzen, da sie dort abgebaut werden. Als eine neue Schülerin, Viola, in Lucys Klasse kommt, ist die Aufregung groß. Viola darf immer ihre Katze Cleo mit in den Unterricht bringen, obwohl Haustiere eigentlich strengstens verboten sind. Und sie sieht so gut aus, dass alle Jungen sich sofort in sie verlieben, weshalb einige Mädchen sauer und eifersüchtig sind. Lucy findet Viola nett, möchte sie näher kennenlernen und lädt sie zu sich nach Hause ein. An diesem Tag verschwindet jedoch der Lieblingsring ihrer Mutter. Einige Tage später passiert etwas sehr Merkwürdiges mit Violas Augen, was Lucy und ihre Freude misstrauisch macht. Sie beginnen, Viola und ihrer Familie hinterherzuspionieren und kommen schließlich hinter ihr Geheimnis. Der ganze Ort ist in Gefahr. Doch wird irgendjemand den Kindern glauben?

Lucy ist nicht auf den Kopf gefallen. Sie ist eine gute Beobachterin und macht sich ihre Gedanken. Um klarer zu sehen, spricht sie gerne mit ihrem Goldfisch, Dr. Watson. Sie schafft es, nach und nach all ihre Freunde zu überzeugen, dass etwas mit Violas Familie nicht stimmt. Sie ist eine sehr sympathische Protagonistin, so normal, dass sich jedes Mädchen mit ihr identifizieren kann, aber auch sehr clever und hartnäckig. Viola dagegen ist ein auffälliges Mädchen, aber sehr still und zurückhaltend. Ihre Familie ist sehr merkwürdig, auch wenn die Erwachsenen sie ganz normal finden. Die Kinder schauen einfach genauer hin und lassen sich nicht blenden.

Die Geschichte rund um die Geschehnisse in dem Edelstein-Ort ist spannend erzählt. Mit zunehmender Dauer wird alles immer mysteriöser. Zwar spielt ein wenig Magie eine Rolle, doch an sich spielt die Handlung in der normalen Welt und ist weitgehend nachvollziehbar. Die Kinder werden zu Helden, auch wenn sie niemandem erzählen können, was sich wirklich ereignet hat. Für fast alle außer Viola gibt es ein Happy End. Die Kapitel sind recht kurz und einfach zu lesen, gelegentlich lockern Schwarz-Weiß-Bilder den Text auf.

Mysteriös, spannend, auch mal lustig – das ist eine wunderbare Geschichte für die kommenden trüben Tage. Besonders ist sie für alle von 10 bis 13 Jahren zu empfehlen, die rund um Halloween ein wenig Grusel haben wollen. Aber natürlich macht sie auch im restlichen Jahr Spaß.

Cover_Kliebenstein_MagischenAugen
Juma Kliebenstein: Die magischen Augen von Stonehill. Oetinger 2015. 272 Seiten, Euro 12,99, ISBN 978-3-7891-4059-4.

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