Lea Schmidbauer, Kristina Magdalena Henn: Ostwind 3. Aufbruch nach Ora

Gestüt Kaltenbach ist dank Mikas Talent, Pferde zu verstehen, endlich aus den roten Zahlen. Mikas Großmutter ist glücklich, dass sie bis in den Sommer ausgebucht sind. Bei Mika dagegen löst das eher ein Gefühl der Panik aus. Als dann noch etwas Schreckliches passiert, packt sie ihre Sachen, schnappt sich ihr geliebtes Pferd Ostwind und macht sich auf den Weg nach Spanien. Dort, so hat sie herausgefunden, stammt Ostwind her. Tatsächlich schafft sie es nach Andalusien, findet das Landgut Ora und darf bleiben. Vor allem ist sie von den Wildpferden fasziniert, die dort leben. Doch das Paradies ist in Gefahr. Mika und ihre Freundinnen haben eine Idee. Werden sie die Heimat der Wildpferde retten? Am Ende muss Mika eine sehr schwere Entscheidung fällen …

Ich muss zugeben, dass ich die ersten beiden Bände nicht gelesen habe. Vergleichen kann ich die Bücher also nicht. Die Handlung ist aber in sich abgeschlossen, sodass ich ihr gut folgen konnte und durch die eine oder andere Bemerkung am Anfang grob die Vorgeschichte erfahren habe. Es ist eine Geschichte, wie sie Pferdeliebhaber mögen. Schöne Pferde, eine gute Portion Dramatik, Freundschaft, Freiheitsliebe und viel Zusammenhalt, um gemeinsam etwas zu erreichen, aber auch eine Portion Zickerei, eine kleine Prise Liebeskummer und Tränen sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt.

Ich finde, dass es einige Ungereimtheiten in der Handlung gibt. Ich bezweifle, dass man mit einem Pferd ohne weiteres mehrere Landesgrenzen überqueren kann. Mikas Aufenthalt in Spanien dauert nur eine Woche, das fand ich für all das, was in dieser Zeit passiert, viel zu kurz. Und nachdem schon Mika und Milan auf Kaltenbach fehlen, kann Sam problemlos Urlaub nehmen. Aber das sind letztlich Kleinigkeiten, die die meisten Leser nicht stören dürften.

Mika nimmt man ihre Entscheidung und ihre Beweggründe gut ab, die meisten anderen Personen werden nicht sehr ausführlich geschildert. Nur Sam(antha) lernt man etwas mehr kennen. Ich nehme an, dass die Familienmitglieder und Kaltenbach-Mitarbeiter schon in den Vorgängerbänden Profil gewonnen haben. Andalusien bringt eine eine Portion Exotik in die Handlung. Die Leser lernen Ostwinds Herkunft und seine früheren Besitzer kennen und erleben mit, wie Mika eine spannende und turbulente Zeit durchläuft, in der ihr einiges klar wird.

Eine aufregende Geschichte für Pferde- und besonders Ostwindfans ab 10 Jahren.

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Lea Schmidbauer, Kristina Magdalena Henn: Ostwind 3. Aufbruch nach Ora. Alias Entertainment 2015. 240 Seiten, Euro 12,99, ISBN 978-3-94091911-3.

Zur Verlagsseite – bei Amazon – und in eurer Lieblingsbuchhandlung.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

3 Kommentare zu “Lea Schmidbauer, Kristina Magdalena Henn: Ostwind 3. Aufbruch nach Ora

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