Katie Grosser: Rissa Filial und die Verschwörung auf Schloss Thronstein

Die wundervollen Ferien bei Tante Augusta, in denen (Cla)Rissa erfahren hat, dass sie ein Wechselbalg ist, also das Kind von Feen, sind vorbei. Sie ist wieder in ihrem Internat, in dem sie im letzten Jahr keine Freundin gefunden hatte, weil alle sie für wunderlich hielten. Immerhin, jetzt weiß Rissa wenigstens, warum sie anders ist. Doch dann kommt, zwei Wochen nach Schuljahresbeginn, eine neue Schülerin in ihre Klasse, Emma. Weil sie sonderbar aussieht, sind einige Schülerinnen ziemlich gemein zu ihr. Rissa soll sich um sie kümmern und langsam freunden sich die beiden Mädchen an. Rissa entdeckt eine ausgestoßene Fee, Loki, mit ziemlich wechselhafter Laune und gerät wiederholt mit den Schulregeln in Konflikt, Louise wird immer gemeiner zu Emma und auch Rissa, außerdem stellt sich heraus, dass Emma schwer krank ist. Irgendwann versteht Rissa, dass das alles zusammenhängt. Doch wie kann sie Emma und Loki helfen und was ist mit Louise los? Rissa vermisst die Hilfe ihrer Elfenfreunde, aber hiermit muss sie scheinbar alleine fertigwerden.

Die Fortsetzung der Geschichte Rissas spielt zu einem viel geringeren Teil in der Fabelwelt als in Band 1 (zur Rezension). Das Internat mit seinen teilweise sehr strengen Regeln verhindert, dass Rissa sich viel in der Natur aufhält, auch Singen und Pfeifen sind verboten (das scheint mir für eine heutige Schule doch übertrieben). Kein Wunder, dass sie unglücklich ist. Außerdem vermisst sie ihre Familie und Freunde aus der Fabelwelt – die Entfernung ist zu groß für Besuche. So wird gut verständlich, warum Rissa sofort versucht, sich mit Emma anzufreunden, die ebenso eine Außenseiterin ist. Trotz der dicken Mauern des Schlosses schaffen es einige Fabelwesen hinein, sodass Rissa ihren guten Vorsatz, sich an die Regeln zu halten, brechen muss. Das alles macht Rissa zu einer sympathischen Protagonistin: Trotz ihrer ungewöhnlichen Herkunft ist sie ein normales Mädchen, ein wenig aufmüpfig, mit der Sehnsucht nach Freunden und dem großen Willen, anderen zu helfen, die in Not sind. So lässt sie sich auch dann nicht unterkriegen, als sie völlig zu Unrecht bestraft wird. Die anderen Figuren bleiben etwas blasser, aber auch Emma und Leander sind sympathisch, während Louise und Loki eher zwiespältige Charaktere sind. Die Handlung nimmt einige unerwartete Wendungen, sodass keine Langeweile aufkommt.

Eine gelungene Fortsetzung für Fantasyfans ab 8 Jahren.

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Katie Grosser: Rissa Filial und die Verschwörung auf Schloss Thronstein. Woll-Verlag 2015. 337 Seiten, Euro 14,95, ISBN 978-9-463186599.

Zur Verlagsseite. Ich danke der Autorin für das Rezensionsexemplar.

 

2 Kommentare zu “Katie Grosser: Rissa Filial und die Verschwörung auf Schloss Thronstein

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