Benedikt Weber: Ein Fall für die schwarze Pfote. Falsches Spiel

In diesem Doppelband müssen die Nachwuchsdetektive von der Schwarzen Pfote – Fips, Charlotte, Merlin und Hund Hugo – gleich zwei Fälle lösen.

Giftalarm

Endlich fangen die Sommerferien an, das Wetter ist großartig und außerdem wird das neue Freibad am Fluss eröffnet. Das könnten perfekte Tage für Fips, Charlotte und Merlin werden, wenn nicht das Schwimmbad am ersten Tag für unbestimmte Zeit wieder geschlossen werden müsste. Im Wasser des Flüsschens sind Chemikalien, die Hautausschlag und Atemnot auslösen. Bis der Verursacher gefunden ist, darf niemand ins Wasser. Die drei Freunde haben nicht die geringste Lust, sich ihre Ferien vermiesen zu lassen, also machen sie sich selber auf die Suche. Als sie ihrem ersten Verdacht nachgehen, geraten sie gleich in eine ziemlich gefährliche Situation … Nebenbei müssen sie auch noch ihrem Klassenkameraden Stefan helfen, der einigen Jungen jeden Tag Geld geben muss, ansonsten verprügeln sie ihn.

Der Fußballskandal

Merlins Lieblingsfußballverein, der FC Hommelsdorf, steht im Pokalfinale und liegt sogar in Führung. Doch kurz vor Schluss wird ein übles Foul an ihrem Stürmerstar nicht mit Elfmeter geahndet. Die Gegner holen noch ein Unentschieden heraus. Jetzt kommt es auf das Rückspiel an. Doch nicht nur, dass der Stürmer verletzt ausfällt, auch ein weiterer Star aus dem Team kann nicht spielen, weil er mit einer Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus kommt. Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu? Die schwarze Pfote ermittelt.

Die Mitglieder der Schwarzen Pfote sind drei Elfjährige mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Dass ein Klassenkamerad von Stärkeren erpresst wird können sie genauso wenig ertragen wie ein geschobenes Fußballspiel oder verschmutztes Wasser. In solchen Fällen können sie gar nicht anders, als zu ermitteln. Dabei gehen sie manches Risiko ein, haben aber auch unheimlich viel Glück. In Situationen, in denen sie viel Ärger bekommen könnten, treffen sie immer auf gut gelaunte Menschen, die ihnen dann sogar helfen. Das mag zwar nicht unbedingt realistisch sein, sorgt aber dafür, dass die Gefahren niemals überhand nehmen, sodass die jungen Leser auch noch gut schlafen können. Es braucht eine Weile, bis die Fälle in Gang kommen, auch wenn der Einstieg bei „Giftalarm“ gleich sehr dramatisch ist. Besonders gut gefällt mir, dass die Fälle nicht vollkommen unrealistisch sind, wie das oft bei Kinderkrimis der Fall ist. Auch das, was die Kinder unternehmen, ist theoretisch möglich. Und wenn sie einen Fall gelöst haben, gehen sie nicht große Risiken ein, sondern verständigen die Polizei, die sich dann der Gangster annimmt.

Das Buch liest sich sehr kurzweilig, weil Merlin und Hugo immer irgendwelchen Unfug im Sinn haben und es auch zu vielen lustigen Situationen kommt. Dazu eine gehörige Prise Spannung, das ergibt eine Mischung, die Nachwuchsdetektiven von 8 bis 11 Jahren richtig viel Spaß macht und sie zum Lesen motiviert.

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Benedikt Weber: Ein Fall für die Schwarze Pfote. (Doppelband 3 + 4: Giftalarm/Der Fußballalarm), Oetinger 2016, 280 Seiten, Euro 6,oo, ISBN 978-3-8415-0388-6.

Zur Verlagsseite – bei Amazon – über Buchhandel.de – und in der Buchhandlung um die Ecke.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

3 Kommentare zu “Benedikt Weber: Ein Fall für die schwarze Pfote. Falsches Spiel

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