Quentin Gréban: Kleiner Indianer

Auf der Suche nach einem Namen

Der kleine Indianer ist sehr aufgeregt. Er ist gerade sieben Jahre alt geworden und soll seinen Indianernamen bekommen. Er hat einen Tag Zeit, um etwas Außergewöhnliches zu vollbringen. Doch er hat Angst, dass ihm nichts gelingt und er am Ende einen ganz furchtbaren Namen bekommen wird.

Doch dazu muss er erst eine Prüfung bestehen!
Denn sonst, so fürchtet er, könnte es passieren, dass er Schleimige Schnecke oder Mickrige Ameise genannt wird.

Klar, das möchte er nicht. Also überlegt er sich etwas ganz Schwieriges, aber das geht schief. Auch seine nächsten Versuche scheitern. Völlig geknickt kehrt er am Abend ins Lager zurück. Doch dort wird er gefeiert. Er selber hat nämlich nur gesehen, was nicht geklappt hat, aber der Häuptling hat erkannt, was er alles geleistet hat. Und so kann er stolz und glücklich einen wundervollen Namen tragen.

Große Pläne, schwierige Umsetzung

Ich konnte gar nicht anders, als den kleinen Indianer ins Herz zu schließen. Er ist ein absoluter Sympathieträger, mit dem sich die kleinen Zuhörer sicherlich gut identifizieren können: Wie aufgeregt er ist. Dass er alles besonders gut machen möchte. Wie er traurig ist, weil es nicht klappt. Und wie er danach die Zähne zusammenbeißt und es noch einmal versucht, weil es es doch unbedingt schaffen will. Wer wäre noch nie in so einer Situation gewesen? Also können Große und Kleine dem kleinen Indianer gemeinsam die Daumen drücken.

Die Geschichte ist spannend: Der kleine Indianer denkt sich ganz schön gefährliche Sachen aus. Hoffentlich passiert ihm nichts dabei. Sie ist aber auch lustig: Die Namen, die der kleine Indianer nach seinen Missgeschicken befürchtet, sind sehr komisch. Außerdem kann man sich wunderbar noch weitere Namen überlegen, die passen würden.

Ich muss gestehen: Ich habe mich in die wunderschönen Zeichnungen Grébans verliebt. Schon bei Billy und Minchen war ich begeistert davon und auch jetzt bin ich hingerissen. Man möchte ihn knuddeln, den kleinen Indianer!

Nur nicht aufgeben!

Die Botschaft ist klar: Auch wenn etwas nicht auf Anhieb klappt, sollte man es weiter versuchen und auf gar keinen Fall verzweifeln. Und nicht alles, was in den eigenen Augen nicht gelungen ist, wird von einem Außenstehenden ebenfalls so eingeschätzt.

Eine spannende und lustige Mutmachgeschichte (nicht nur) für kleine Indianerfans ab 3 Jahren.

Cover_Greban_KleinerIndianer

Quentin Gréban: Kleiner Indianer. J. P. Bachem 2016. 24 Seiten, Euro 12,99, ISBN 978-3-7616-3013-6.

Zur Verlagsseite – bei Amazon – über Buchhandel.de – und in eurer Lieblingsbuchhandlung.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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