Barbara Rose: Die Feenschule. Zauber im Purpurwald

Auf ins Feeninternat

An ihrem 7. Geburtstag darf die kleine Blumenfee Rosalie endlich ins Internat Blütenschule, auf das sie sich schon sehr gefreut hat. Natürlich ist sie auch ein bisschen aufgeregt, wie es ohne ihre Eltern und ihren Freund, den Trolljungen Jokkel so sein wird. Manches ist richtig toll, aber dass sie von ihrer früheren Freundin, der etwas älteren Melissa, als Babyfee bezeichnet wird, macht sie sehr traurig. Sie will beweisen, dass sie schon groß ist, und macht sich mitten in der Nacht auf den Weg, um den Feenpostkasten zu suchen. Doch das ist gefährlich … Zum Glück lässt die kleine Nebelfee Nikki, mit der sie das Zimmer teilt, sie nicht im Stich.

Große Klappe, großes Herz

Rosalie muss man einfach ins Herz schließen. Sie ist neugierig und aufgeschlossen, allerdings manchmal ein bisschen voreilig und hat eine große Klappe. So hält sie Nikki auf den ersten Blick für langweilig, weil sie als Nebelfee nun einmal blass und still ist. Und sie ist unglücklich, weil sie nach Melissas ekliger Behandlung plötzlich ohne Freundin im Internat ist. Deswegen in der Nacht aus dem Internat zu schleichen ist natürlich nicht schlau, aber verständlich. In dieser Nacht wird Rosalie bewusst, wie wichtig gute Freunde sind – und dass sie sie schon hat, nämlich Jokkel und Nikki.

Beste Freundin gesucht

Liebe Wunschfee!

Alle Kinder haben einen Freund. Nur ich nicht. Oft fühle ich mich ganz allein. Ich wünsche mir so doll, dass sich einer mit mir befreundet. Kannst du mir helfen?

Deine Hanna

Auch sonst spielt das Thema Freundschaft eine wichtige Rolle in der Geschichte. Im Feenbriefkasten liegt nämlich ein Brief des Menschenmädchens Hanna, das sehr unglücklich ist, weil es keine Freundin hat. Melissa hat die Aufgabe übertragen bekommen, Hanna dabei zu helfen, ihr Problem zu lösen. Dass „Babyfee“ Rosalie ihr dabei eine große Hilfe sein wird, hätte Melissa sich auch nicht träumen lassen.

Von Wetter-, Nebel-, Blumen- und anderen Feen

Neben den niedlichen Protagonistinnen und der mal lustigen, mal spannenden Geschichte, haben es mir die vielen liebevoll erzählten Details besonders angetan. So können beispielsweise die Flügel der Feen ausgetauscht und durch bessere ersetzt werden, Meerjungfrauen leben in einem Wasserbecken im Internat, ein Nachtwächter-Firn (so heißen die männlichen Feen) bewacht den Schlaf der Feenmädchen und die liebe Köchin verteilt Glückskakao. Und wie viele und welche Arten von Feen es gibt! Alles herzallerliebst!

Gelesen wird die Geschichte von Astrid Kors, die den vielen unterschiedlichen Charakteren mit ihrer Stimme Leben einhaucht: der temparamentvollen Rosalie, der schüchternen Nikki, dem Nachtwächter-Firn, der schmatzenden Köchin, dem Trolljungen und den Kobolden ebenso wie der säuselnden Schulleiterin.

Fazit: Ein feenschöner Serienauftakt, für Kinder (wohl vor allem für Mädchen) von 6 bis 9 Jahren.

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Barbara Rose: Die Feenschule. Zauber im Purpurwald. Oetinger audio 2016. 1 CD, 79 Minuten, Euro 6,79, ISBN 978-3-8373-0960-7.

Zur Verlagsseite – bei Amazon – über Buchhandel.de – und in jeder Buchhandlung.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

2 Kommentare zu “Barbara Rose: Die Feenschule. Zauber im Purpurwald

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