Ina Krabbe: Funkelsee. Flucht auf die Pferdeinsel

Schatz, dringend gesucht

Malu liebt Papilopulus, ein altes Pferd auf dem ehemaligen Gestüt Funkelfeld. Inzwischen sind dort die Gebäude teilweise baufällig, teilweise in einem schlechten Zustand, und es wohnen nur noch zwei alte Schwestern dort, um die sich Malus Mutter, eine Altenpflegerin, kümmert. Und Malu darf sich um Papilopulus kümmern. Doch dann stirbt Sybil von Funkelfeld, ihr Sohn erbt das Anwesen und seine Tochter Lenka behandelt das alte Pferd unmöglich. Der Erbe möchte das Schloss verkaufen, aber Malu möchte das verhindern, damit Gesine von Funkelfeld, die Schwester der Verstorbenen, weiter dort wohnen kann – und natürlich wegen Papilopulus. Deswegen will sie unbedingt den Schatz finden, von dem in alten Familiengeschichten immer die Rede ist. Doch damit ist sie nicht allein, auch Herr von Funkelfeld und sein Anwalt scheinen auf der Suche zu sein. Und wer ist der geheimnisvolle Junge, der immerzu auf dem Gelände herumschleicht?

Action, Schatzsuche und ein altes Pferd

Zwar ist Malu eine Pferdenärrin, aber dennoch nimmt ihre Beschäftigung mit Papilopulus keinen übermäßigen Raum ein. Es ist also kein klassisches Pferdebuch, in dem sich von vorne bis hinten alles nur um Pferde dreht. Nachdem sie von der alten Gesine von Funkelstein von dem angeblichen Schatz erfahren hat, drehen sich ihre Gedanken darum, wie sie das Versteck ausfindig machen kann. Gleichzeitig versucht sie, dem unsympathischen Anwalt auf die Schliche zu kommen und herauszufinden, was es mit dem Jugendlichen auf sich hat, den sie nun schon mehrfach gesehen hat. Das ist nicht nur stressig, sondern bringt sie auch in gefährliche Situationen. Und ihre beste Freundin, die mit Pferden nichts anfangen kann, zieht sie auch noch hinein. Das macht Malu ein schlechtes Gewissen, aber schließlich ist es für eine gute Sache, wie sie findet. Das Buch vereint neben dem Pferderoman also auch noch Elemente eines Krimis und eines Abenteuerromans. Eine gelungene Mischung, wie ich finde.

Jung und alt ziehen an einem Strang

Malu ist eine sehr sympathische Protagonistin, die das Herz auf dem rechten Fleck hat. Ebenso sympathisch ist Gesine von Funkelstein, die zwar alt und nicht mehr ganz fit ist, aber nicht willens, sich von ihrem Neffen in ein Seniorenheim abschieben zu lassen. Ich mochte auch Malus Freundin, die gar keine Pferde mag und sich nicht wirklich für das Gut interessiert, die Malu aber unterstützt, weil sie der Meinung ist, dass es sich für eine Freundin so gehört. Herr von Funkelstein bleibt etwas blass, dafür ist seine Tochter Lenka umso blöder, von seinem Anwalt, einem recht egoistischen Ekelpaket gar nicht zu reden. Und der geheimnisvolle Junge? Seine Identität klärt sich erst ganz am Ende, ebenso bleibt sehr lange unklar, auf welcher Seite er steht.

Fazit: Die Geschichte lässt sich sehr gut lesen, die Mischung aus Spannung, Abenteuer, Beschäftigung mit dem Pferd und einer Prise Verliebtheit ist sehr gut gelungen. Leserinnen und Lesern von 10 bis 13 Jahren wird das gefallen.

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Ina Krabbe: Funkelsee. Flucht auf die Pferdeinsel. Südpol 2016. 250 Seiten, Euro 14,90, ISBN 978-3-943086-36-2.

Zur Verlagsseite – bei Amazon – über Buchhandel.de – oder in der Buchhandlung um die Ecke.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ein Kommentar zu “Ina Krabbe: Funkelsee. Flucht auf die Pferdeinsel

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