Iris Muhl, Billy Bock: Zeig mir die Sterne, Lotte!

Gruselige nächtliche Geräusche …

Lotte kann nicht schlafen. Sie hat Angst vor der Dunkelheit, da sind all die unheimlichen Geräusche.

Lotte hört komische Geräusche und sieht gruselige Schatten. Kein Wunder, dass sie nicht einschlafen kann und die Nacht schrecklich findet. Doch dann bekommt sie Besuch von der Dunkelheit. Sie heißt Frau Nachtblau und ist sehr freundlich. Sie bittet Lotte, ihr bei ihrer Arbeit zu helfen. Sie muss den ganzen Himmel dunkel anmalen. Natürlich hilft Lotte ihr. Doch während des Malens entdeckt sie allerhand, was Frau Nachtblau ihr erklärt. Zum Beispiel Frau Kassiopeia, die Milch für die Milchstraße kocht und dabei ganz laut mit den Kochlöffeln klappert. Oder den Löwen, der im Sternenstaub scharrt. Als Letztes entdeckt sie den Bären in einer Rüstung. Er beschützt alle Kinder. Das beruhigt Lotte. Auf einmal findet sie die Nacht schön. In Zukunft wird sie gut schlafen können.

… und fantasievolle Erklärungen

Wie Lotte können viele Kinder nicht gut einschlafen, weil sie die nächtlichen Geräusche und Schatten nicht deuten können. In dem liebevoll illustrierten Buch werden diese Geräusche und Schatten den Sternbildern zugeordnet, die man jeweils deutlich am Sternenhimmel sieht, wenn das betreffende Tier oder die Person vorgestellt werden. Frau Nachtblau erklärt, wer was macht. Dabei wird Lotte klar, woher die Geräusche kommen. Am Ende kann sie ganz beruhigt schlafen. Auch die kleinen Zuhörer werden besser schlafen können, denn sie wissen ja nun, dass das Geklapper von Frau Kassiopeia kommt. Und wenn sie an den Himmel schauen, werden sie Kassiopeia und all die anderen (mit ein wenig erwachsener Hilfe) sicher auch finden können.

„Und siehst du die fliegenden Fische dort hinten? Sie schwimmen um die Wette“, sagte Frau Nachtblau.
In rasendem Tempo schwimmen die Fische durch den Fluss.
„Das rauscht aber lustig!“ Lotte lacht.

Sternbilder zum Wiederentdecken

In der vorderen und hinteren Einbandseite werden weitere Sternbilder groß gezeigt, die in der Geschichte nicht vorkommen, wie Adler, Schwan, Stier oder Drache. Wenn die Kinder Spaß daran gefunden haben, Sternbilder zu suchen, bekommen sie hier ordentlich Nachschub. Sie können sich allerdings auch für diese Sternbilder Geschichten überlegen: Was macht die Schlage nachts am dunklen Himmel und welche Geräusche könnten dabei entstehen?

Ein tolle Bilderbuchidee, die gleich zwei Dinge erreicht: Kindern ab 4 Jahren mit einer fantasievollen Geschichte die Angst vor dem Einschlafen zu nehmen und ihnen gleichzeitig den Sternenhimmel näherzubringen.

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Iris Muhl, Billy Bock: Zeig mir die Sterne, Lotte! Oetinger 34 2016, 32 Seiten, Euro 12, 99, ISBN 978-3-95882-003-6.

Zur Verlagsseite – bei Amazon – über Buchhandel.de – und in der Buchhandlung um die Ecke.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ein Kommentar zu “Iris Muhl, Billy Bock: Zeig mir die Sterne, Lotte!

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