Annette Amrhein, Sabine Straub: Ein heimlicher Weihnachtsgast

Achtung, ein Fremder kommt!

Der Bär ist neu im Wald, sucht sich einen schönen Platz für den Winterschlaf und macht alles schön zurecht. Er ist so eifrig, dass er sogar den Winterschlaf vergisst. Das will er ausnutzen und endlich auch einmal Weihnachten feiern. Er bereitet alles für ein festliches Essen vor und verteilt Einladungen im ganzen Wald. Was er nicht weiß: Die anderen Tiere haben sich fürchterlich aufgeregt, als er in den Wald kam. Sie halten ihn für einen bösen Bären. Alles, was sie beobachtet haben, haben sie negativ ausgelegt. Und so passiert es: Niemand erscheint zu seiner Feier. Der Bär ist so traurig! Doch dann geschieht etwas Unerwartetes und am Ende wird es doch noch ein wunderschönes Weihnachtsfest für alle!

Der Bär merkte nichts von der Angst der Tiere. Er hatte zu tun! Er räumte, fegte und putzte seine Höhle so sehr, dass er sogar den Winterschlaf verpasste. Und dann schneite es schon! Aufgeregt schaute er nach draußen. Flocken tanzten und glitzerten im Licht. Was das schön!

Vorbereitungen aufs Fest

Als Neuling im Wald wird der Bär von allen argwöhnisch beäugt. Der Biber berichtet beispielsweise, der Bär habe sich auf ihn stürzen wollen, dabei hatte er nur etwas getrunken. Und so haben sie alle Angst vor ihm und denken, seine Einladung sei ein hinterhältiger Trick, um ihn in die Falle zu locken. Der Bär ahnt jedoch nichts von alldem und macht sich fröhlich an die Vorbereitungen. Dass kein Gast erscheint, versteht er nicht, wie sollte er auch? Ein kleines, mutiges Eichhörnchen überwindet sich schließlich und rettet die Situation.

Endlich konnten die Gäste kommen!
Kerzen leuchteten und es duftete nach Äpfeln und Tannenzweigen. Der Bär setzte sich an den festlich gedeckten Tisch und wartete. Und wartete. Doch niemand kam. Keine Maus, kein Biber, kein Specht und auch sonst kein Tier.

Die Geschichte ist sehr liebevoll illustriert. Zusammen mit dem Text gelingt es, die Vorfreude während der Weihnachtsvorbereitungen gut zu vermitteln, ebenso wie die Enttäuschung, als der Bär alleine bleibt. Die Stimmungen werden jeweils gut aufgegriffen und vermittelt. Auf jedem Bild gibt es einige liebevolle Details zu entdecken.

Zu viel Argwohn

Der Bär ist fremd im Wald, weswegen alle Tiere Angst vor ihm haben. Sie steigern sich so hinein, dass sie ganz harmlose, alltägliche Handlungen wie Wassertrinken oder kehren als Angriffe werten. Darüber kann man gut mit den Kindern ins Gespräch kommen. Wie hätten sich die Tiere denn besser verhalten sollen? Was macht man, wenn jemand Neues kommt?

Fazit: Wunderschöne Bilder, die die Winter- und Weihnachtsstimmung gut aufgreifen und eine Geschichte, die Stoff zum Nachdenken bietet, aber mit ihrem schönen Ausgang auch einfach richtig viel Spaß macht.

cover_weihnachtsgast

Annette Amrhein, Sabine Straub: Ein heimlicher Weihnachtsgast. Magellan 2016. 32 Seiten, Euro 13,95, ISBN 978-3-7348-2026-7.

Zur Verlagsseite – bei Amazon – über Buchhandel.de – und in eurer Lieblingsbuchhandlung.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ein Kommentar zu “Annette Amrhein, Sabine Straub: Ein heimlicher Weihnachtsgast

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