Das Kinderohren-Jahr in Zahlen

GeschichtenAgentin Dagmar hat in diesem Post die Statistik ihres Blogs offengelegt und dafür geworben, dass andere Buchblogger das ebenfalls tun. Ich folge ihrem Beispiel und erzähle hier ein wenig, was sich im vergangenen Jahr im Kinderohren-Blog getan hat.

Beiträge

Ich habe 2016 245 Posts im Kinderohren-Blog veröffentlicht, die meisten davon waren Rezensionen. Ich rechne lieber mal nicht nach, wie viele Stunden Arbeit darinstecken. Es sind viele! Der Plan war, von montags bis freitags jeweils einen Post zu veröffentlichen. Das hat nicht immer geklappt. Mal war ich krank, mal kam ich einfach nicht zum Schreiben und ab und zu fehlte die Lust. Dann stapelten sich die Rezensionsexemplare und ich veröffentlichte auch mal am Wochenende. Dabei stellte sich heraus, dass Samstag und Sonntag gar nicht mehr so schlechte Tage sind wie am Anfang meiner Bloggerei, sodass das in Ordnung ist.

Die meistgelesensen Artikel stammen allesamt nicht aus diesem Jahr. 6731 mal wurde Die 50 beliebtesten Bilderbücher aus dem Jahr 2013 aufgerufen, 2678 mal Die ultimativen 100 Jugendbücher. Biografien berühmter Frauen für Kinder und Jugendliche erreichte fast 1500 Klicks. Der beste Artikel aus diesem Jahr war Bilderbücher für Blinde mit 186 Klicks – dabei ist der aus dem November, da geht noch was. Die am häufigsten aufgerufene Rezension war Top Secret 1, ebenfalls von 2013, mit 2542 Klicks, das den in den vergangenen Jahren führenden Titel Das Buch der seltsamen Wünsche (von 2012!) auf Platz 2 verdrängt hat. Wie man daran sieht, sind manche Rezensionen über Jahre beliebt, die Klickzahlen nehmen sogar von Jahr zu Jahr zu.

Klickzahlen für aktuelle Rezensionen

Wie sieht es aber mit den Klickzahlen für aktuelle Rezensionen aus? Das ist es ja, was Verlage und Autoren am meisten interessieren dürfte. Kleine Socke, was fehlt dir hatte 176 Klicks. Dazu kommen aber jeweils diejenigen, die den Post auf der Startseite lesen, an manchen Tagen ist das eine beachtliche Summe. Viele Rezensionen tummeln sich in dem Bereich über 100 Klicks, sehr viele liegen auch in dem Bereich zwischen 80 und 100. Einige wenige sind überhaupt nicht gelaufen, zwei Hörbücher mit 9 und ein Buch über den Ersten Weltkrieg mit 11 Klicks. Warum? Ich muss gestehen, ich weiß es nicht. Ob das Thema nicht interessiert, ich nicht gut genug werbe oder vielleicht einfach einen ungünstigen Zeitpunkt gewählt habe? Das Buch lag mir sogar besonders am Herzen, ich erinnere mich gut, dass ich den Link häufiger als sonst auf Facebook und Twitter geteilt habe, trotzdem hat sich kaum jemand dafür interessiert. Hoffentlich wurden die (Hör-)Bücher wenigstens über die Startseite von einigen entdeckt, außerdem sehen ja immer etliche die Posts bei Facebook und Twitter, sodass wenigstens eine gewisse Verbreitung erreicht wurde. Ich finde immer sehr schade, wenn so etwas passiert, weiß aber nicht, wie ich das ändern könnte.

Ich kann den Verlagen und Autoren also nicht garantieren, dass die Rezensionen häufig gelesen werden. Was hilft? Wenn die Autoren oder Verlage auf ihren Seiten darauf verlinken oder die Rezension auf ihren Social-Media-Kanälen teilen. Manchmal bekomme ich über Jahre Klicks von Verlags- oder Autorenseiten – das ist im Sinne beider Seiten, denke ich.

Gesamtklickzahlen

2015 im November, der immer einer der besten Monate ist, war ich glücklich. Nicht nur, dass ich erstmals die 5000-Klick-Hürde überwunden hatte, nein, die Klickzahlen näherten sich sogar der 7000. Wow! Nachdem die Zahlen im Dezember etwas runtergingen (das ist wegen der Feiertage immer so), lagen die Klickzahlen von Januar bis März über 6000, im April und Mai über 7000 und schrammten im Juni gerade so an den 8000 vorbei. Ich war zuversichtlich, diese Grenze nach den Ferienmonaten Juli und August zu überwinden, spätestens im November. Aber dann beschloss ich, meine Domain zu ändern. Aus kinderohren.wordpress.com wurde kinderohren.com. Und obwohl alle Posts umgeleitet werden, brachen daraufhin die Zahlen ein. Woran es liegt, habe ich noch nicht herausgefunden, aber es frustriert mich. Straft Google hier vermeintlich doppelten Content ab? Keine Ahnung … Ich habe auch schon überlegt, wieder zurückzuändern, aber das kann es ja auch nicht sein.
So hatten die Kinderohren am Ende gut 67000 Zugriffe. Sicher, das ist nicht schlecht, aber ich wünsche mir doch sehr, dass es 2017 wieder aufwärts geht.

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Referrer: Woher kommen die Leser?

Wie nicht weiter überraschend, kommen mit großem Abstand die meisten Leser aus Deutschland. Österreich, die Schweiz und die USA liegen relativ dicht beisammen, dann folgen mit Abstand andere europäische Länder.

Die meisten Leser kommen über Suchmaschinen auf das Kinderohren-Blog. Dann folgen Facebook, der WordPress-Reader und mit Abstand Twitter. Ich weiß von anderen Bloggern, dass bei ihnen Twitter besser funktioniert. Dazu müsste ich wahrscheinlich mehr Zeit auf dieser Plattform verbringen, was momentan aber einfach nicht drin ist. Es folgen andere Blogs, allen voran das Buchkind-Blog (Danke!), Verlags- und Autorenseiten.

Und worauf klicken sie?

Ich verlinke alle Rezensionen auf die Verlags- oder Autorenseite, auf Amazon und auf Buchhandel.de. Am meisten klicken die Leser auf Links innerhalb meines Blogs, gefolgt von Amazon. Dann kommen Verlagsseiten, allen voran Oetinger, Randomhouse, Orell Füssli, Coppenrath und Südpol, es folgen kleinere Verlage, von denen ich nicht so viele Bücher rezensiert habe. Ab und zu klickt sogar mal jemand auf einen Link in der Blogroll (die ich mal wieder aktualisieren müsste). Buchhandel.de wird fast überhaupt nicht genutzt – magere 21 Klicks. Schade. Ich vermute, dass sehr viele Leser noch gar nicht wissen, dass sie damit bei ihrem Buchhändler von Ort bestellen können. Aber ich bleibe dran! [Edit: Dagmar machte mich darauf aufmerksam, dass man nicht mehr über das Portal bestellen kann, nur recherchieren, siehe hier. Dann ist es wenig sinnvoll, dass ich weiterhin darauf verlinke. Traurig. Ich hatte den Link bewusst als Amazon-Alternative gesetzt.]

Einnahmen

Weil immer mal danach gefragt wird: Großartige Einnahmen wirft dieses Blog nicht ab. Wenn jemand der Amazon-Verlinkung folgt und danach bei Amazon einkauft, bekomme ich ein paar Cent. Bisher hat mir niemand den Gefallen getan, danach ein teures technisches Gerät in seinen Einkaufswagen zu legen. Im Jahr kommen damit etwa 100 Euro zusammen (und ratet mal, was ich dafür kaufe …). Für gerade mal zwei Beiträge habe ich 2016 Geld von der VG-Wort bekommen. Ich bekomme auch immer mal wieder Kooperationsanfragen, aber letztendlich fand ich kein Angebot überzeugend genug, um deswegen Werbung auf mein Blog zu lassen. Bei manchen Produkten fiel es mir sowieso schwer, den Zusammenhang zu Kinderbüchern oder wenigstens zu Kindern herzustellen.

Rezensionsexemplare

Was ich allerdings bekomme, sind Rezensionsexemplare. Fast alle hier 2016 besprochenen Bücher waren Rezensionsexemplare. Da meine Söhne mittlerweile aus dem Alter heraus sind, habe ich nur einige Bücher, die ich verschenken wollte, selbst gekauft und eins habe ich geschenkt bekommen. Das sind nicht unbeachtliche Werte. Natürlich verkaufe ich diese Bücher nicht weiter, was auch gar nicht erlaubt wäre, sondern sie wandern seit Sommer 2015 in die Kinderbibliothek, die ich für die Kinder unseres Dorfs im Eingangsbereich unserer Garage eingerichtet habe. Es macht mir solchen Spaß, wenn die Kinder dort stöbern und Bücher nach Hause schleppen!

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Pläne

Ich hatte mir vorgenommen, nicht wieder so viele Rezensionsexemplare anzunehmen, aber wie immer zwischen den Jahren habe ich in den Verlagsvorschauen gestöbert und so viele tolle Titel entdeckt, dass ihr euch auf viele interessante Rezensionen freuen könnt. Und dann kommen immer noch so viele Anfrage im Verlag des Jahres, teilweise über Agenturen, teilweise von den Autoren selbst.

Ich möchte aber unbedingt auch wieder mehr andere Beiträge schreiben, das ist mir in diesem Jahr etwas zu kurz gekommen. Ich habe Zusammenstellungen von Titeln zu bestimmten Themen im Sinn, aber auch Interviews. Gleich in den nächsten Tagen wird eine Übersetzerin über ihre Arbeit an einem schwierigen Kinderbuch berichten.

Mein Wunsch für 2017 ist, dass die Klickzahlen wieder hochgehen. Denn ich möchte natürlich, dass die Bücher, die ich hier vorstelle und die ich toll finde, viele Leser finden.

3 Kommentare zu “Das Kinderohren-Jahr in Zahlen

  1. Hallo Daniela,
    Deine kleine Bibliothek in der Garage gefällt mir. Die farbigen Punkte sind die Altersempfehlung, oder?
    Übersichtsartikel gefallen mir persönlich auch viel besser, ich habe aber festgestellt, dass das deutlich mehr Arbeit ist und ich dann natürlich weniger veröffentlichen würde. Außerdem braucht man die ganzen Bücher zu einem bestimmten Thema. Ich bin lasse mich überraschen, womit du dich beschäftigen wirst.
    Liebe Grüße Anna

    Gefällt 1 Person

    • Ja, die grünen Punkte sind für das Kindergartenalter, gelb für Grundschule, orange für 10 bis 12 Jahre und weiß für Ältere.
      Ich habe etliche Ideen für Übersichtartikel, aber es ist genauso, wie du sagst, es macht viel Arbeit. Je nach Thema würde ich mir nicht alle Bücher besorgen, weil das zu viel ist, sondern wie bei dem Biografien-Artikel einfach zusammensammeln, was es gibt.
      Diese Artikel machen natürlich viel mehr Arbeit, aber sie sind auch viel nachhaltiger, werden über Jahre gelesen. Mal sehen, ob ich es dieses Jahr schaffe.

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  2. Die Garagenbücherei finde ich ja super! So etwas wäre auch was für mich… Mal schauen.
    Ich habe auch geplant, Zusammenstellungen zu erstellen, aber das habe ich letztes Jahr schon ins Auge gefasst und es ist bisher recht wenig daraus geworden.
    Im übrigen finde ich deine Zahlen insgesamt sehr gut! 🙂

    Gefällt 1 Person

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