Sarah Tavernier, Alexandra Verhille: Der illustrierte Atlas der Architektur (voller merkwürdiger Bauwerke)

Faszinierende Bauwerke aus aller Welt

Überall auf der Welt gab und gibt es begnadete Baumeister, deren Werke uns staunen und manchmal sogar an der Schwerkraft zweifeln lassen.

Die Welt wimmelt von Bauwerken, deren Schönheit und Originalität faszinieren. Zu allen Zeiten haben Architekturgenies immer größere Meisterleistungen vollbracht, die Grenzen der Technik überschritten, in Erfindungsgabe und Einfallsreichtum gewetteifert, um Baugesetze herauszufordern und uns außergewöhnliche Bauwerke zu bieten.

Dieser Atlas stellt viele dieser Gebäude zusammen. Das Inhaltsverzeichnis zeigt eine Weltkarte, auf der die verschiedenen Kapitel (also Teile der Welt) in verschiedenen Farben gezeigt werden. Jedes Kapitel beginnt wieder mit einer Karte eines Erdteils. Die Orte, in denen die Bauwerke zu finden sind, werden hier durch Nummern markiert, die je nach Seite unterschiedliche Farben haben. In der rechten Spalte werden Fakten über diesen Kontinent genannt: Lage auf dem Globus, Zahl der Länder, Zeitzone, eine kurze Erläuterung, z. B. zur Herkunft des Namens und den Kunststilen. Dann folgen die Zahl der Einwohner, deren Anteil an der Weltbevölkerung, die Fläche, die Bevölkerungsdichte und die Durchschnittstemperatur in der kältesten und der wärmsten Stadt.

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Darauf folgend werden jeweils auf einer Doppelseite berühmte Bauwerke eines Gebietes vorgestellt. Dass Deutschland hier zu Nordeuropa gehört, finde ich etwas gewöhnungsbedürftig, auch wenn es bei dieser Einteilung logisch ist. Hier wird deutlich, dass sowohl sehr alte als auch sehr moderne Bauwerke gezeigt werden, so wird Norwegen durch die Stabkirche in Heddal und das Opernhaus in Oslo repräsentiert. Jedes Bauwerk wird durch eine Zeichnung illustriert, dazu erfahren die Leser, in welchem Land es steht, wer der Architekt ist, wie lange die Bauzeit dauerte und wann es fertig wurde sowie ein paar Besonderheiten.

Faszinierende Vielfalt der Baukunst

Dieses Buch bringt dem Leser eine sehr große Vielfalt an Informationen und Eindrücken. Es macht großen Spaß, darin zu stöbern und immer neue tolle Bauwerke zu entdecken. Dabei können die meisten Erwachsenen gleich feststellen, wie begrenzt ihr Wissen doch ist. Ich zumindest kannte einen Großteil der Bauwerke in Europa und Nordamerika. Dazu einige historische Bauten aus aller Welt und einige wenige moderne. Afrika? Natürlich kennt jeder die Pyramiden oder die Sphinx. Aber wenige werden den Flughafen von Lomé oder das Nationaltheater in Accra kennen. Es ist definitiv viel zu entdecken.

Dieses Gebäude ist in dem Film „Mission: impossible – Phantom Protokoll“ zu sehen. (ergänzende Information zum Burj Khalifa)

Die Doppelseiten sind jeweils in einem Farbschema gestaltet, die Bauwerke werden durch Zeichnungen dargestellt. Das gefällt mir nicht ganz so gut, weil man nicht unbedingt einen realistischen Eindruck von den Gebäuden, ihrer Größe und den verwendeten Materialien bekommt. Ich glaube, eine Kombination von Zeichnungen und Fotos hätte mir noch besser gefallen. Teilweise hätte ich mir auch noch viel mehr Informationen gewünscht. Andererseits ist der Raum in so einem Atlas aber ohnehin begrenzt, sodass man ihn vielleicht einfach als Grundlage zu weiteren Nachforschungen betrachten sollte. Werden Neugier und Interesse geweckt, ist es schließlich ein Leichtes, die Bauwerke im Internet zu suchen, sie sich aus den verschiedensten Perspektiven anzuschauen und viele Details zu entdecken.

Fazit: Der Atlas bieten eine gelungene Zusammenstellung von faszinierenden Bauwerken aller Epochen aus aller Welt mit vielen Zusatzinformationen, die Kinder von 8 bis 12 Jahren zum Stöbern, Blättern und Nachforschen verleiten kann, aber auch dem erwachsenen Leser viel Neues bietet.

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Sarah Tarvenier, Alexandre Verhille: Der illustrierte Atlas der Architektur (voller merkwürdiger Bauwerke). Aus dem Französischen von Claudia Sandberg. Kleine Gestalten 2016. 48 Seiten, Euro 22,90, ISBN 978-3-89955-774-9.

Zur Verlagsseite – bei Amazon – über Buchhandel.de – und in eurer Lieblingsbuchhandlung

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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