Victoria Turnbull: Pandora

Das Ende der Einsamkeit

Pandora, eine kleine Füchsin, lebt ganz allein mitten in einer riesigen Mülldeponie, die so weit reicht, wie das Auge blicken kann. Sie hat sich dort ein hübsches Haus gebaut, sich alte Dinge gesucht, sie repariert und damit schön eingerichtet. Aber leider kommt nie jemand zu Besuch, Pandora ist einsam.
Immerzu repariert sie Dinge, also möchte sie auch einen verletzten Vogel wieder heil machen, der eines Tages vom Himmel fällt. Sie pflegt ihn hingebungsvoll und er wird ihr Freund.

Doch er kehrte immer wieder …
jedes Mal mit Geschenken aus weit entfernten Ländern.

Eines Tages kommt er nicht mehr zurück. Pandora ist traurig. Doch der Vogel hat ihr etwas zurückgelassen, was ihr Leben von Grund auf verändern wird …

Ein Freund verändert die Welt

Auch wenn Pandora es gewöhnt ist, immer alleine zu sein, macht sie das sehr traurig. Umso glücklicher ist sie, als sie in dem Vogel (einer weißen Taube?) endlich einen Freund gewinnt. Aber danach wieder alleine zu sein, nachdem sie das Glück der Freundschaft kennengelernt hat, ist noch viel schlimmer als vorher. Da ahnt sie noch nicht, dass der Vogel ihr ein Geschenk gemacht hat, das dafür sorgen wird, dass sich ihr ganzes Leben ändert und sie die Chance bekommt, viele Freunde zu finden.

Veränderung ist möglich

Es gibt traurige Phasen im Leben. Man fühlt sich einsam, vielleicht ist man wirklich allein, vielleicht ist aber auch nur niemand unter den vielen Menschen, der einen wirklich versteht. Oder man wurde verlassen, fühlt sich leer und rundherum wirkt alles grau. Die Geschichte von Pandora macht Hoffnung: Auch wenn die Lage noch so trostlos aussieht, kann aus einer ganz unerwarteten Richtung eines Tages die Möglichkeit zur Veränderung kommen. Das ist eine wunderschöne Botschaft!

Die pastellfarbenen Buntstiftzeichnungen sind sehr stimmungsvoll. Am Anfang ist sehr wenig Farbe in den Bildern, abgesehen von dem kleinen Farbklecks Pandora, doch selbst in einer Mülldeponie kann ein Sonnenuntergang schöne Stimmung erzeugen (selbst wenn Pandora das in diesem Moment nicht genießen kann). Der Text ist knapp, aber mehr Worte sind zum Verständnis der Geschichte auch nicht nötig. Zusammen ergibt das ein sehr gelungenes Bilderbuch, das Themen aufgreift, die Kinder beschäftigen, die aber nicht so häufig angesprochen werden.

Eine kleine Kritik in Richtung des Verlags: Warum findet man den Namen der Übersetzerin nur in Schriftgröße 8 oder 6, jedenfalls miniklein, im Impressum? Ich finde, er gehört auf den Innentitel, auch bei einem Bilderbuch, wo es nicht so viel zu übersetzen gab, oder wenigstens so groß, dass man keine Lupe braucht, um ihn zu lesen.

Fazit: Ein sehr ansprechendes Bilderbuch über Einsamkeit, das Verlassenwerden und die Suche nach Freunden für Kinder von 4 bis 6 Jahren.

 

Victoria Turnbull: Pandora. Eine Geschichte von Zufall, Glück und dem Finden der Lebensfreude. Aus dem Englischen von Annabel Lammers. Bohem 2017. 32 Seiten, Euro 14,95, ISBN 978-3-95939-044-6

Zur Verlagsseite – bei Amazon – bei Buch 7 – im Onlineshop eurer Buchhandlung – und in eurer Lieblingsbuchhandlung.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ein Kommentar zu “Victoria Turnbull: Pandora

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