Ginger Rue: Aleca Zamm ist ein Wunder

Vom Normalokind zum Wunder

An ihrem zehnten Geburtstag passiert Aleca etwas ganz Merkwürdiges: Sie kann die Zeit anhalten. Nachdem sie erst einmal kapiert hat, was da passiert und wie sie es auslösen kann, nutzt sie die Gelegenheit, um allerlei Unfug anzustellen und eine perfekte Mathearbeit zu schreiben. Doch dann taucht eine Tante auf, von der sie noch nie zuvor gehört hat. Tante Zelda erklärt, dass viele Mitglieder ihrer Familie ungewöhnliche Fähigkeiten haben. Doch die Zeit anzuhalten sei gefährlich, deswegen soll sie es lassen. Aleca ist sich nicht sicher, ob sie das will.

Ich habe die Zeit angehalten, wiederholte ich immer wieder in meinem Kopf. Ich habe tatsächlich die Zeit angehalten.
So etwas war mir noch nie passiert. Konnten andere Leute das auch? Ich hatte so meine Zweifel. Dann hätte ich bestimmt irgendwann schon mal davon gehört.
Was sollte ich jetzt machen? Sollte ich es meinen Eltern erzählen, wenn ich nach Hause kam? Besser nicht.

Ein Tag, der alles ändert

Zunächst hat Aleca Zamm die ganz normalen Sorgen und Nöte einer neunjährigen Schülerin. Doch an ihrem zehnten Geburtstag ändert sich alles. Wer wollte ihr verübeln, dass sie die Situation ausnutzt. Ihre Streiche findet sie später noch lustig, dass sie in der Mathearbeit betrogen hat, verursacht ihr Bauchweh. Ihr Gefühl sagt ihr also recht deutlich, wozu sie ihre Fähigkeit nutzen sollte und wozu nicht. Doch dann kommt ihre Tante, die selber eine ungewöhnliche Fähigkeit hat, die sie intensiv ausgenutzt hat, und will ihr verbieten, ihre eigene Fähigkeit weiterzunutzen. Das sieht Aleca nicht wirklich ein. Was hat sie dann davon, dass sie besonders ist?

Alecas Abenteuer, von ihr selbst erzählt und in größerer Schrift gedruckt, lässt sich super lesen. Die Geschichte ist oft lustig, wirft aber auch eine moralische Frage auf, die die Leserinnen und Leser sicher auch beschäftigt: Wie weit darf Aleca gehen? Der Schreibstil ist locker und der Zielgruppe angemessen, ohne zu anbiedernd zu sein. Der Schluss hat mich etwas verblüfft, denn er kam sehr plötzlich. Aber klar, das ist ein Buch für noch nicht geübte Leser, es darf nicht zu dick werden. Zum Glück gibt es irgendwann Band 2, denn nun will man schon wissen, wie sich Alca entscheidet und wie es mit ihr weitergeht.

Fazit: Ein gelungener Reihenauftakt. Eine Zehnjährige mit einer ungewöhnlichen Fähigkeit muss lernen, damit umzugehen. Kinder von 8 bis 11 Jahren werden ihren Spaß mit dem aufgeweckten Mädchen haben.

Ginger Rue: Aleca Zamm ist ein Wunder. Aus dem Englischen von Diana Steinbrede. Schneider 2017. 176 Seiten, Euro 10, ISBN 978-3-505-14057-0.

Zur Verlagsseite – bei Amazon – bei Buch 7 – im Onlineshop eurer Buchhandlung – und in jeder Buchhandlung.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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