Matthias von Bornstädt: Die drei Magier. Das magische Layrinth

Dringend gesucht: drei junge Magier

Eigentlich sollen Vicky und Conrad nachsitzen, doch sie hauen durchs Fenster ab und gehen mit Conrads Schwester Mila zum Badesee. Zur gleichen Zeit ist die fantastische Welt Algravia in großer Gefahr, da der böse Zauberer Rabenhorst Mittel und Wege gefunden hat, um an die drei besonderen Zauberstäbe zu kommen, die in einem Labyrinth verborgen sind. Das muss unbedingt verhindert werden, da er sonst alle Magie an sich reißen könnte und die ganze Welt in seiner Gewalt hätte. Doch die Bewohner Algravias sind machtlos, sie brauchen drei junge Magier. Ihre Wahl fällt auf Vicky, Conrad und Mila, die durch den Badesee hinüber nach Algravia gesaugt werden.

Mila riss unter Wasser die Augen auf. Ein Schwall aus Luftblasen raubte ihr die Sicht. Außerdem war das Wasser ziemlich kalt – und das im Hochsommer. Doch Mila blieb keine Zeit, sich darüber zu wundern. Sie spürte eine kräftige Strömung, die sie wie eine unsichtbare Hand abwärtszog.

Vicky, Conrad und Mila drei sind zwar fasziniert von dieser merkwürdigen Welt, in die sie geraten sind, sehen aber gar nicht ein, dass ausgerechnet sie die gesuchten Retter sein sollen. Schließlich haben sie keinerlei magische Fähigkeiten. Als sie sich auf den Heimweg machen, erleben sie, welche Folgen das Handeln des bösen Zauberers jetzt schon hat. Plötzlich sind sie mitten in der Rettungsaktion. Werden sie Algravia retten?

Eben mal die Welt retten

Gerade waren die drei Kinder noch ganz normale Schüler, die einen schönen Nachmittag am Badesee verbringen wollen, da wird von ihnen erwartet, eine fremde Welt zu retten. Was sie bisher davon gesehen haben (nicht viel) ist zwar faszinierend, aber warum ausgerechnet sie? Da muss doch eine Verwechslung vorliegen, schließlich können sie gar nicht zaubern. Doch dann werden sie kopfüber ins Abenteuer gestoßen und kämpfen sich tapfer durch.

Im Verhältnis zum eigentlichen Abenteuer, das recht schnell über die Bühne geht, ist die Vorgeschichte relativ lang. Ich denke, das hängt damit zusammen, dass es sich hierbei um den Auftakt zu einer neuen Serie handelt. Die Protagonisten und die Örtlichkeiten müssen zunächst eingeführt werden. Ich nehme an, dass es in den folgenden Bänden etwas schneller zur Sache geht, sodass mehr Zeit für die Erlebnisse in Algravia bleibt.

Die Charaktere der drei Kinder sind sehr unterschiedlich. Vicky ist der totale Draufgängertyp, von einem Verbot lässt sie sich von nichts abhalten. Ich fand sie anfangs etwas arrogant, später entwickelte sie sich dann aber, sodass ich mich mit ihrer Art angefreundet habe. Sie ist die Tochter der Schulleiterin und man bekommt den Eindruck, dass sie denkt, deswegen könne sie sich alles erlauben. Conrad ist wesentlich ruhiger, angepasster und überlegter, lässt sich aber von Vicky dazu verleiten, Regeln zu übertreten. Mila dagegen ist eine Leseratte, die eigentlich nur ihre Ruhe haben will. Als ihre Mutter sie vor die Wahl stellt, entweder mit zum Badesee zu gehen oder mit ihrem zweiten kleinen Bruder und dessen Freund in die Eisdiele, packt sie eben ihr Buch ein und geht mit an den See. Sie interessiert sich für Biologie und Kräuterkunde, ich nehme an, dieses Wissen wird ihr in Algravia noch zugute kommen.

In Algravia gibt es natürlich allerlei interessanter Wesen. Die Bösen sind nicht besonders schlau: der fiese Zauberer Rabenhorst und seine strohdummen Trollhelfer. Auf der Seite der Guten lernen wir zunächst die Lunies kennen, glühwürmchenartige Wesen, die die Kinder zunächst für Elfen halten. Cafébesitzerin Fia Feu ist super sympathisch, der lilafarbene sprechende Kater Kasimit äußerst hilfreich und die sprechenden Bäume faszinierend.

Nachdem die Geschichte erst einmal in die Gänge gekommen ist, nimmt sie schnell Fahrt auf. In Algravia passieren eine Menge spannender Dinge. Der Abschluss, das eigentliche Abenteuer im Labyrinth, war für meinen Geschmack etwas zu knapp abgehandelt, aber ansonsten hat mir die temporeiche Geschichte gut gefallen.

Die lustigen Illustrationen machen Spaß. Sie lockern den Text auf und sorgen dafür, dass auch noch nicht so geübte Leser gut vorankommen

Das Buch basiert auf dem Spiel „Die drei Magier“, das ich nicht kenne, deswegen kann ich nichts dazu sagen, ob die Umsetzung gelungen ist.

Fazit: Ein gelungener Auftakt zu einer neuen Fantasyreihe für Kinder von 8 bis 10 Jahren, die aber auch zum Vorlesen für Kinder ab 6 Jahren geeignet ist.

Matthias von Bornstädt: Die drei Magier 1. Das magische Labyrinth. ars edition 2017. 160 Seiten, Euro 12,99, ISBN 978-3-8458-1673-9.

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