Linda Wolfsgruber, Anna Rottensteiner: Eissterne im Sommer

Schnee im Sommerurlaub

Die Mutter verbringt den Sommer mit ihren beiden Töchtern in einer Almhütte in den Bergen, der Vater kommt nur am Wochenende dazu. Doch nun hat es nicht nur mitten im Sommer geschneit, sondern das jüngere der Mädchen, Franzi, ist krank. Also macht sich die Mutter auf zur Seilbahnstation, um im Tal Lebensmittel und Medikamente zu holen. Klara muss derweil auf ihre kleine Schwester aufpassen. Während der Wartezeit erinnert sie sich an schöne Erlebnisse, ihre Fantasie spielt ihr aber auch einen Streich: Sind dort draußen Trolle?

Den Schnee werden sie wohl nicht mögen und sich verkriechen, hofft Klara. Ganz tief sollen sie sich verkriechen, dass sie nicht Mutters knirschende Schritte hören. Und sie am Umhang zu sich hinabziehen, unter die Erde.

Allein in der Berghütte

Während ihre Schwester fiebernd auf der Ofenbank liegt, gehen Klaras Gedanken spazieren. Sie macht sich ein wenig Sorgen um die Mutter, die bei diesem Wetter unterwegs ist, um die kranke Schwester, sie denkt an den Vater in der Stadt und die Trolle, die sich draußen herumtreiben könnten, aber sie findet auch Zeit, die wunderschönen Eisblumen an den Fenstern zu bewundern.

Die Bilder zeigen die wartende Klara in der düsteren Berghütte in dunklen, aber warmen Farben. Im Kontrast dazu stehen die Bilder der verschneiten Bergwelt in grün- bzw. blau-weiß – tagsüber überwiegt das Weiß, abends ist blau die vorherrschende Farbe und es gibt nur einige weiße Akzente. Dazwischen tauchen die tanzenden Trolle auf und lassen Klaras Fantasie Wirklichkeit werden.

Es ist eine Geschichte mit relativ wenig Inhalt, die viel Platz zum Nachdenken, Träumen und Fantasieren gibt. Während mir die ungewöhnlichen Bilder trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer geringen Farbigkeit gut gefallen, empfinde ich die Sprache als etwas altmodisch. Vielleicht hat das damit zu tun, dass die Autorin aus Südtirol stammt. Teilweise ist die Sprache jedoch auch sehr poetisch, so nennt Klara die Eisblumen am Fenster „die Zarten“.

Fazit: Schnee im Sommer, gibt es das? Ja, das gibt es! Was ein kleines Mädchen dabei empfindet, schildert diese leise Geschichte. Zum Vorlesen für Kinder von 6 bis 8 Jahren.

Linda Wolfsgruber, Anna Rottensteiner: Eissterne im Sommer. Kunstanstifter 2018. 28 Seiten, Euro 22,00, ISBN 978-3-942795-57-9.

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