Lucille Dubisy, Emma de Woot: Wer hat Angst vor Lollo Tollschwoll?

Hilfe, ein Monster!

Sanna ist eigentlich nicht ängstlich, aber gerade wird sie von einem Monster verfolgt. Lollo Tollschwoll ist hinter ihr her und sie weiß nicht einmal, warum. Was für ein Tag! Schon seit dem Morgen hat sie ihre Katze gesucht. Überall hat sie nach ihr gefragt, aber vergebens.

Niemand hatte Minzel gesehen. Der Kater war auch nicht beim Gärtner Robert.

Lollo Tollschwoll lebt friedlich im Wald. Früher ist er manchmal in den Dorfladen gegangen, aber irgendwann hatte er gemerkt, dass die Menschen Angst vor ihm hatten. Deswegen ging er nicht mehr ins Dorf, sondern sammelte immer Pilze. Doch dieses Mal entdeckt er im Wald ein seltsames pelziges Wesen auf einem Baum.

Lollo kannte den Wald in- und auswendig, und er konnte alle Tiere auseinanderhalten. Aber jetzt hörte er einen ungewöhnlichen Laut, den er noch nie gehört hatte.

Er will dem kleinen Tier herunterhelfen, aber er kommt nicht dran. Also beschließt er, im Dorf eine Leiter zu holen. Dabei kommt es zu seiner Begegnung mit Sanna …

Parallele Abläufe

Die Leser kommen in einem spannenden Moment zur Geschichte: Sanna wird von Lollo Tollschwoll verfolgt. Doch dann wird in einem Rückblick erst einmal der Tag der beiden geschildert. Was führte zu dem Zusamentreffen? Die folgenden Seiten sind zweigeteilt. Oben verfolgen wir Sannas Suche nach ihrer Katze, unten sehen wir Lollo beim Pilzesammeln, bei seinen vergeblichen Versuchen, die Katze vom Baum zu retten und seinem Weg ins Dorf. Dort entdeckt er zunächst Plakate, die Sanna aufgehängt hat, und schließlich Sanna selber, die gerade ihr letztes Plakat aufhängt. Ab da verläuft die Handlung wieder in einem Bild: Lollo rennt wild gestikulierend auf Sanna zu, die entsetzt davonläuft. Wie die Geschichte ausgeht, wird hier nicht verraten. Nur so viel: Am Ende geht es Mädchen, Katze und Monster gut.

Originelle Gestaltung

Mir gefällt diese originelle Gestaltung sehr gut. Hätte das Buch mit Sannas Suche begonnen, wäre es vielleicht etwas langweilig gewesen. Doch so erleben die Leserinnen und Leser sofort eine sehr spannende Situation mit und sind neugierig, was dazu geführt hat und wie es ausgehen wird. Als Sanna voller Panik ist, wissen sie schon, dass Lollo lediglich helfen will – es wird also auch für Kleinere nicht zu aufregend. Der Text, in zwei verschiedenen Schrifttypen gedruckt, beschränkt sich pro Protagonist auf ein bis zwei Sätze pro Seite und ist leicht zu verstehen. Die Bilder sind bunt, ohne knallig zu sein. Sie zeigen das Wichtigste, sind nicht mit Details überfrachtet. Mir gefällt besonders gut, wie das Monster dargestellt wird. Blau und puschelig ist Lollo eigentlich sympathisch, aber seine spitzen Zähne und gelben Augen lassen auf den ersten Blick doch Gefahr befürchten.

Fazit: Die Moral dieses Bilderbuchs ist klar: Das Äußere kann täuschen. Doch ganz abgesehen davon erleben die Leserinnen und Leser von 4 bis 6 Jahren eine spannende Geschichte mit lustigen Elementen und einem Protagonisten, den sie sicherlich schnell ins Herz schließen werden.

Lucille Dubisy, Emma de Woot: Wer hat Angst vor Lollo Tollschwoll. Aus dem Französischen von Seraina Maria Sievi: Orell Füssli 2018. 32 Seiten, Euro 14,95, ISBN 978-3-280-03573-3.

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Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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