Ina Krabbe: Funkelsee 3: Das goldene Fohlen

Pferd verschwunden!

Es könnte alles so schön, sein, nachdem sich herausgestellt hat, dass Edgar der Erbe von Schloss Funkelstein ist. Bauarbeiten sind in vollen Gange, weil die Familie einen Reiterhof eröffnen will, den Pferden geht es gut, Alibaba soll bald ihr Fohlen bekommen und die Sommerferien stehen unmittelbar bevor. Doch dann entdeckt Malu eine geheime Kammer, ihre Mutter bricht sich das Bein, ein Mann behauptet, das Schloss gehöre ihm und Alibaba verschwindet. Das darf doch alles nicht wahr sein! Malu und Edgar beschließen, sich auf die Suche nach Alibaba zu machen. Ihre Spur führt sie in den Norden. Doch schnell stellt sich heraus, dass sie falsch liegen. Was nun?

„Sie ist nicht da.“
Malu drehte sich erschrocken um. Edgar stand mit bleichem Gesicht hinter ihr und starrte sie an. Das Entsetzen stand ihm ins Gesicht geschrieben.
„Was? Wer ist nicht da?“
„Alibaba“, sagte Edgar tonlos. „Ich finde sie nicht.“

Spannende Rettungsmission

Wieder einmal steht das Schicksal von Schloss Funkelstein und seiner Bewohner auf der Kippe. Müssen sie das Schloss tatsächlich hergeben? Wo sollen sie und ihre Pferde dann bleiben? Gespräche wären dringend notwendig, doch es passiert so viel, dass es nie klappt, alle einmal in Ruhe miteinander an einen Tisch zu bringen. Ein ausführliches Gespräch würde manche Unklarheit beseitigen. Doch Edgar und Malu sind sich einig, dass erst einmal Alibaba gefunden und nach Hause gebracht werden muss. Klar, dass auf diesem Weg allerlei Hindernisse zu überwinden sind. Natürlich spielen Pferde wie immer eine wichtige Rolle und es gibt schöne und spannende Reitszenen. Insgesamt ist das Buch ziemlich spannend. Was mir auch gut gefällt: Es klappt nicht immer alles, die Helden schaffen nicht immer alles auf Anhieb, es gibt auch Enttäuschungen – wie im richtigen Leben.

Malu und Edgar sind sympathisch, auch wenn beide ihre Macken haben und gerne mal herumzicken oder sich einfach ausschweigen. Sie sind beide intelligent, interpretieren aber manchmal zu viel in eine Sache hinein oder sehen Gespenster. Auch Gefühle spielen eine Rolle: Malu ist zwar mit Jaron befreundet (nur ein Freund, ihr wisst schon), findet aber auch Bjarne sehr interessant. Lustige Momente bringt immer wieder Malus Freundin Lea hinein, die gar keine Pferde mag und Abenteuer eigentlich auch nicht besonders, aber ihre beste Freundin niemals hängen lassen würde.

Auch wenn die Häufung der Ereignisse etwas übertrieben wirken mag, ist die Handlung in sich glaubhaft und schlüssig. Nur eins, was mich in vielen Büchern nervt: Wenn jemand eine Nachricht schickt und um Rückruf bittet, weil er oder sie etwas Wichtiges erfahren hat, und die Empfänger der Nachricht diese total vergessen und nie zurückrufen. Hier ist es nicht so, dass es keine ruhige Minute gäbe, in der das möglich wäre. Das ist wirklich abgelutscht, da könnten die Autoren sich mal etwas anderes einfallen lassen, um eine Info ihr Ziel nicht erreichen zu lassen. Wenn Lea sich meldet, reagiert Malu schließlich auch immer sofort.

Spannende Fortsetzung

Was ich an dieser Reihe so mag: Es dreht sich nicht alles von vorne bis hinten um Pferde, auch wenn diese eine wichtige Rolle spielen. Es wird nicht jedes Striegeln und Hufauskratzen geschildert, sondern es gibt eine spannende Geschichte. Wieder ist das Schloss in Gefahr, wieder mangelt es an Geld, auch die Suche nach dem Schatz spielt wieder eine Rolle, wenn auch nicht so dominant wie in den vorhergehenden zwei Bänden. Das macht das Buch selbst für Leser interessant, die nicht die absoluten Pferdefans sind. Diese kommen natürlich auch auf ihre Kosten, wenn Ausritte, das Einlösen einer gefährlichen Reitwette oder eine Fohlengeburt geschildert werden.

Fazit: Auch der dritte Teil der Reihe überzeugt mit seinen sympathischen Protagonisten und der spannenden Handlung. Pferdefans und Abenteuerliebhaber von 10 bis 13 Jahren kommen hier voll auf ihre Kosten.

Ina Krabbe: Funkelsee 3. Das goldene Fohlen. Südpol 2018. 256 Seiten, Euro 14,90. ISBN 978-3-943086-79-9.

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