Kristina Heldmann: Der beste Bobs

Kristina Heldmann: Der beste Bobs

Ein Hundeleben

Bobs berichtet aus seinem Leben. Eines Tages, er ist noch klein, kommt er zu einem neuen Rudel. Zuerst sieht er nur Beine, dann wird er aus der Transportbox gelassen und entdeckt nach und nach seine neue Welt. Er macht Spaziergänge, auf denen er den Wald erkundet, schläft in einem seiner vielen Betten oder sitzt bei einen Filmabend mit den Jungs auf dem Sofa. Morgens hält er die Familie gehörig auf.

Ich habe viele Betten – für jede Gelegenheit eins!
Fußmatte vor der Balkontürritze: Sommerbett!
Angenehm frischer Luftzug, nobbelige Oberfläche!
(…)
Schlafzimmer, großes Bett: theoretisch verboten.

Bobs hat Superkräfte, hilft zum Beispiel, wenn jemand krank ist oder einfach alles schief geht. Bobs fährt in Urlaub, erkundet die Welt, verliebt sich, wird von einer Biene attackiert, buddelt im Sand, schwimmt, feiert Silvester. Es ist einfach immer etwas los. Na ja, fast, wenn der Vater am Computer arbeitet, ist es langweilig.

… aus der Hundeperspektive erzählt

Bobs berichtet selbst aus seinem Leben. Das bringt eine ganz andere Perspektive als die Lesersicht. Was  ist dem Hund wichtig? Zum Beispiel, wie sich seine verschiedenen Betten anfühlen und wann sie gut sind. Eins davon nennt die Familie Hundebett, aber Bobs hat viel mehr Schlafplätze, die er mag. Er erkundet die Welt, sieht, riecht, hört. Er genießt die Geborgenheit in seinem Rudel, nimmt darin auch wichtige Aufgaben wahr, zum Beispiel mit den Jungs zu kuscheln oder sie zu trösten, wenn es ihnen schlecht geht. Er ist neugierig und erkundet gerne seine Welt. Im Urlaub oder auf Spaziergängen genießt er die Freiheit.

Es ist spannend zu lesen, wie Bobs die Welt sieht. Am Schönsten ist es aber, die Welt aus seiner Perspektive zu sehen. Am Anfang ist Bobs in einer Transportbox. Er sieht die Wände, das Gitter und Beine. Man kann sich sofort in den jungen Hund hineinversetzen, der aufgeregt ist, weil er zu seinem Rudel kommt – und deswegen als Erstes auf den Boden macht.

Schwungvolle Bilder

Die meisten Bilder sind allerdings aus der Draufsicht, sodass wir sehen, was Bobs alles erlebt. Ich mag die Bilder sehr. Sie sind nicht bis ins letzte Detail ausgearbeitet, sondern voller Dynamik. Wenn Bobs zum Beispiel mit einer Mütze spielt und sie dabei kaputtmacht, sehen wir eine Folge an Bewegungen und können uns das Geschehen wunderbar vorstellen. Der Text ist kurz und knapp, nur um zu erklären, was Bobs gerade tut oder was er mag.

Wer selbst einen jungen, verspielten Hund hat, wird vieles wiederfinden. Wer gerne einen Hund anschaffen möchte, kann hier eine gute Vorstellung davon bekommen, wie das Leben mit einem Hund aussehen kann.

Fazit: Ein Hundeleben aus der Sicht eines Hundes. Für alle, die Hunde lieben. Zum Vorlesen ab 5 Jahren, zum Selberlesen ab 8. Aufgrund des kurzen, knappen Textes auch für Kinder geeignet, die Schwierigkeiten beim Lesen haben oder für kleine Lesemuffel.

Kristina Heldmann: Der beste Bobs. Susanna Rieder 2019. 128 Seiten, mit Lesebändchen, Euro 16,00, ISBN 978-3-946100-75-1.

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