Ninjago – Das Buch zum Kinofilm

Ninjago – Das Buch zum Kinofilm

Kampf Gut gegen Böse

Jeden Morgen müssen die Einwohner von Ninjago City ihre Stadt reparieren, die jeden Tag von dem bösen Lord Garmadon überfallen wird. Trotzdem lassen sie sich ihre gute Laune nicht vermiesen – bis sie Lloyd entdecken. Lloyd ist der Sohn Lord Garmadons, weswegen er von alle Leuten gehasst, gemieden oder gemobbt wird. Dabei kennt er seinen Vater gar nicht, sondern lebt alleine mit seiner Mutter. Außerdem ist Lloyd ein Ninja. Wann immer die Stadt angegriffen wird, verteidigt er sie mit seinen Freunden. Da sie dabei in ihren tollen Fluggeräten sitzen, wissen die Menschen nicht, wer die Ninja sind.

Jay raste über die Menschenmenge hinweg und vollführte massenhaft komplizierte Luftmanöver in seinem Robo. „Ich bin immer noch nicht nervös …“, sagte er leise vor sich hin. „Ich funktioniere auf höchstem Selbstvertrauens-Level.“

Eines Tages hat Lloyd eine Idee, wie er Lord Garmadon besiegen kann. Aber sein eigenmächtiges Handeln geht mächtig schief. Die Stadt wird verwüstet wie niemals zuvor, Lord Garmadon richtet sein Hauptquartier dort ein und Lloyd gerät in seine Gefangenschaft. Seine Freunde wollen ihn befreien. Doch ihre Fluggeräte sind zerstört. Nun merken sie, dass ihr Meister Wu recht hatte – sie sind keine richtigen Ninja, weil sie ohne die Technik hilflos sind. Doch sie geben nicht auf und erleben ein aufregendes Abenteuer im Dschungel.

Sie [Nya] holte tief Luft und dachte gut über ihre folgenden Worte nach. „Hört mal zu, Leute, genau das wollte Meister Wu uns beibringen. Wir brauchten unsere Robos nicht zum Überleben. Wir waren unsichtbar. Wir waren eins mit den Elementen.“
Ihre Freunde verstanden, was sie meinte. „Wir sind bereit“, sagten die Ninja gemeinsam.
„Was haltet ihr davon: Wir finden Lloyd, holen uns diese Ultimativ Ultimative Waffe und retten dann Ninjago City?“, fragte Nya.
Die anderen jubelten: „NINJA-GO!“

Lego-Ninja retten die Stadt

Für alle, die so ahnungslos sind, wie ich es war: Ninjago sind kleine Lego-Ninja-Figuren. Echte Fans wissen das natürlich schon lange, da sie die Serie, die Comics und die Spielfiguren kennen. Nun gab es einen Ninjago-Kinofilm, dessen Handlung in diesem Buch in Romanform erzählt wird (normalerweise werden die Erlebnisse der Nachwuchs-Ninjas in Comics erzählt). In der Mitte des Buches zeigen 8 Seiten Bilder aus dem Film, ansonsten gibt es keine Bilder. Die Schrift ist größer, sodass auch noch nicht so lesegeübte Ninjafans ein Erfolgserlebnis haben.

Kinder retten ihre Stadt

Die sechs Ninja-Kinder Lloyd, Nya, Jay, Cole, Kai und Zane wurden alle ausgewählt, weil sie besondere Talente und Fähigkeiten haben. Aber noch sind sie nicht sehr gut ausgebildet und verlassen sich auf ihre Robos. Bei den täglichen Angriffen Lord Garmadons schleichen sie sich aus der Schule und wehren seine Angriffe erfolgreich ab. Dafür werden sie von der Bevölkerung bewundert und fühlen sich ziemlich cool. Doch in Wirklichkeit müssen sie noch viel lernen. Lloyd, der  als Sohn des Bösewichts besonders betroffen ist, macht einen großen Fehler, weil er seine Fähigkeiten mehr als überschätzt. Und auch die anderen müssen ihre Grenzen schnell kennenlernen. Doch sie geben nicht auf, lernen schnell und halten vor allem zusammen. Lloyd wird vor eine schwierige Frage gestellt: Ist es sinnvoll, mit seinem bösen Vater zusammen zu kämpfen, um das schreckliche Monster zu zerstören, das er selbst herbeigerufen hat? Oder können sie sich auf eigene Faust aus ihrer misslichen Lage retten?

Superhelden mit Schwächen

Mir gefällt gut, dass die sechs Kinder keine absoluten Superhelden sind. Sie machen Fehler, neigen dazu, sich selbst zu überschätzen und merken mit der Zeit, dass sie noch viel lernen müssen. Im Buch lernt man vor allem Lloyd kennen, der immer wieder mit sich hadert, dass Lord Garmadon ausgerechnet sein Vater ist. Es ist nachvollziehbar, wie schrecklich es für ihn ist, dass ihn alle Menschen deswegen schneiden oder mobben – sehr traurig und gemein. Gut gefällt mir, dass mit Nya ein Mädchen dabei ist, denn es gibt genug Mädchen, die lieber Ninja als Prinzessin sein wollen (oder zumindest ab und zu). Für meinen Geschmack hätten gerne mehr Mädchen dabei sein dürfen, aber immerhin.

Viel Action, viel Spaß

Natürlich gibt es im Buch zahlreiche Kampf- und Actionszenen, bei denen aber nie jemand wirklich dauerhaft zu Schaden kommt. Ein Monster zerbröselt ständig, wird von seinem Besitzer aber immer wieder zusammengebaut – Lego eben. Und der fiese Lord feuert seine Generäle, indem er sie aus seinen Vulkan abfeuern lässt, aber später erfahren wir, dass sie alle im Dschungel leben, wo sie gelandet sind. Viele Szenen sind auch ziemlich überzogen, wodurch es einiges zu lachen gibt.

Viele Fans sind noch zu klein, um das Buch selbst zu lesen. Man kann es aber gut vorlesen. Auch nicht so lesebegeisterte oder -geübte Fans können hiermit zum Lesen motiviert werden.

In seinem Tagebuch Das Buch des Spinjitzu schildert Meister Wu sein Leben, wie es kam, dass Garmadon böse wurde und wie die harte Ausbildung der Ninjas aussieht – zur Rezension.

Fazit: Ein actionreiches Buch für  alle Ninja-Go-Fans, vor allem im Grundschulalter, zum Vor- oder Selberlesen.

Kate Howard: The Lego Ninjago Movie – Das Buch zum Kinofilm. Aus dem Englischen von Karen Gerwig. AMEET 2017. 176 Seiten, Euro 12,99, ISBN 978-3-96080-092-7.

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Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.