Tobias Goldfarb: Spekulatius der Weihnachtsdrache

Tobias Goldfarb: Spekulatius der Weihnachtsdrache

Eine traurige Geschichte über einen Jungen, der keinen Adventskalender mit Firlefanz darin bekam? Aber nein, denn dann kommt alles ganz anders!

Der aufregendste Advent aller Zeiten

… beginnt ziemlich doof für Mats. Denn als er die Augen öffnet, ist keine Schnur mit Päckchen durch sein Zimmer gespannt wie sonst. Seine Mama denkt, er wäre zu groß dafür.

„Mats, du bist inzwischen wirklich zu alt für Päckchen mit irgendeinem Firlefanz darin. Du hast doch einen tollen Adventskalender: Besinnliche Betrachtungen für die Adventszeit.“
„Ich will aber keine besinnlichen Betrachtungen. Ich will Päckchen mit Firlefanz.“ Mats drehte sich um und stapfte zurück in sein Zimmer.

Was für eine Enttäuschung!

Sein Frust führt allerdings dazu, dass er im Laden von Frau Karma landet, die ihm erlaubt, sich etwas aus einer Kramkiste auszusuchen, um ihn zu trösten. Als aus dem goldenen Ei, das er mitnimmt, ein kleiner Drache schlüpft, erlebt er jeden Tag neue Überraschungen. Zusammen mit seiner kleinen Schwester Matilda muss er herausfinden, wie man den Drachen versorgt, und dafür sorgen, dass weder die Eltern noch Frau Karma oder sein neugieriger Klassenlehrer hinter sein Geheimnis kommen. Das wird von Tag zu Tag schwieriger. Aber der kleine Drache, der am liebsten Lebkuchen isst, nach Spekulatius duftet und fantastische Eigenschaften offenbart, entschädigt die Kinder für alle Schwierigkeiten.

Vorbemerkung

Ein Kind ist niemals zu alt für einen Päckchen-Adventskalender! Echt jetzt!

Die Eltern von Mats und Matilda sind übrigens netter, als ich nach diesem Einstieg dachte.

Jeden Tag eine Überraschung

Das Buch ist in 24 Kapitel eingeteilt. Der Text, mit viel wörtlicher Rede, lässt sich prima vorlesen. Die Geschichte wird durch große Bilder illustriert, oben zieht sich über alle Seiten eine weihnachtliche Girlande, aber auf den Seiten schwirren auch viele kleine Bilder herum: Sterne, Plätzchen, Lebkuchen … Natürlich kann es von den Kindern selbst gelesen werden, aber ich finde solche Adventskalendergeschichten viel schöner, wenn sie vorgelesen werden. (Außerdem kann man so verhindern, dass das Kind einfach weiterliest, was ich früher gemacht habe.)

Vermutlich kann sich jedes Kind problemlos in Mats und seinen Ärger hineinversetzen. Das ist ist schon mal eine gute Ausgangsposition, um bei seinem Abenteuer mitzufiebern. Er und Matilda sind sympathische Geschwister, die richtig gut zusammenhalten, wenn es darauf ankommt – und es kommt darauf an! Sie müssen sich allerhand einfallen lassen, um die Entdeckung des kleinen Drachens zu verhindern. Natürlich kommen sie dabei immer wieder in mal spannende, mal lustige Situationen. Der kleine Drache entschädigt sie nicht nur durch seine ungewöhnlichen Ausscheidungen, sondern vor allem dadurch, dass er so viel Spaß in ihr Leben bringt.

Was wird nach Weihnachten mit Spekulatius geschehen? Wo sollen die Kinder dann noch den vielen Lebkuchen zum füttern herbekommen? Und wie groß wird so ein Drache eigentlich? Gegen Ende der Adventszeit überschlagen sich die Ereignisse und es wird ein bisschen chaotisch, bis an Heiligabend alle erleichtert aufatmen können.

Fazit: Originelle, lustige und spannende Adventskalendergeschichte für Kinder ab 6 Jahren zum Vorlesen, zum Selberlesen ab 8 Jahren.

Tobias Goldfarb, Martina Leykamm: Spekulatius der Weihnachtsdrache. Ein Adventsbuch in 24 Kapiteln. Schneider 2018. 192 Seiten, Euro 12,00, ISBN 978-3-505-14213-0.

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