Jenny Westin Verona, Jesús Verona: Kalle und Elsa. Ein Sommerabenteuer

Jenny Westin Verona, Jesús Verona: Kalle und Elsa. Ein Sommerabenteuer

Hurra, endlich Sommer!

Elsas Familie geht an den Strand und Elsas Freund Kalle darf mitkommen. Endlich kann sie ihm ihren Lieblingsstrand zeigen. Die Kinder fahren auf Rädern durch den Wald, Elsas Eltern folgen zu Fuß. Sie haben jede Menge wichtiger Dinge dabei: etwas zum Essen und Trinken, einen Sonnenschirm, den Delfin zum Aufblasen und natürlich Schaufeln.

Die beiden Kindern tun, was Kinder am Strand eben so tun: im Wasser plantschen, ein riesiges Loch budddeln, die Gegend erkunden, eine Burg bauen …

Die Grube wird wahnsinnig tief. „Wir sind die Besten im Graben!“, freut sich Elsa. „Hallo!“, ruft Kalle in die Grube hinein, bevor sie sie mit Halmen, Stöckchen und Seetang zudecken. Ganz oben legen sie Sand drauf. Zum Schluss ist die Falle überhaupt nicht mehr zu sehen.

Je länger die beiden spielen, desto mehr verlieren sie sich in ihrer Fantasiewelt. Plötzlich tauchen Seeungeheuer auf, dann sind sie wilde Piraten auf Schatzsuche. Als Elsa Kalle aus Versehen verletzt, wird er von einem Seehund getröstet. Am Ende des Tages holt Elsas Vater die Kinder wieder zurück in die Wirklichkeit. Nun haben die beiden wirklich Hunger!

Ein wundervoller Tag

Die beiden Kinder spielen stundenlang unbeschwert und ungestört. Wirklichkeit und Fantasiewelt vermischen sich mit der Zeit. Sie erleben fantastische Abenteuer, es kommt aber auch zu einem kleinen Zwischenfall. Elsa verletzt Kalle nicht absichtlich, braucht aber ziemlich lange, um sich zu entschuldigen. Ja, sie ist sogar eifersüchtig, weil Kalle getröstet wird und sie nicht. Doch am Ende kann sie über ihren Schatten springen. Kalle fällt es nicht schwer, die Entschuldigung anzunehmen.

Viel zu entdecken

Die Sprache ist kindgerecht, die Sätze kurz. Ich bin vor allem begeistert von den wunderschönen Illustrationen, die die Betrachter an einen schwedischen Strand entführen. Zunächst geht es durch den Kiefernwäldchen, am Wegesrand wächst Farn, doch in der Ferne kann man schon das Meer sehen. Bei mir kamen sofort Urlaubsgefühle auf. Dann sieht man zunächst den realen Strand, bevor die überbordende Fantasie der Kinder die unterschiedlichsten Tiere herbeizaubert. Wasserlebewesen an Land, aber mittendrin ein Löwe? Kein Problem für Kalle und Elsa. Wellenreiten auf der Jagd nach einer prallgefülten Schatztruhe? Ein riesiger Tintenfisch, der den Schatz rauben möchte? Ebenso wenig. Auf manchen Bildern tauchen Kalle und Elsa auch mehrfach auf, sodass man sie bei all ihren Aktivitäten beobachten kann. Es gibt sehr viel zu entdecken und es macht richtig viel Freude, immer Neues zu entdecken. Wo kommt denn plötzlich der tröstende Seehund her? Oh, haben wir die Kette des Seehunds nicht schon mal irgendwo gesehen? Hmm, mal ein wenig zurückblättern. Ah, gefunden!

Die Eltern spielen in dieser Geschichte nur eine Nebenrolle, die Kinder beschäftigen sich selbst und haben viele Freiheiten. Doch am Ende steht, wie es sich gehört, ein Picknick. Schließlich macht so ein Strandtag hungrig. Und so werden auch die Zuhörerinnen und Zuhörer am Ende wieder in die Realität zurückgeführt.

Ich finde, hier ist es sehr gut gelungen, Realität und Fantasie miteinander zu verweben. Das entspricht dem kindlichen Erleben, weshalb sich Kinder gut in das Geschehen hineinversetzen können. Nebenbei wird noch angesprochen, wie es ist, einen Fehler zu machen, ein schlechtes Gewissen zu haben und sich schließlich doch zu überwinden, sich zu entschuldigen.

Fazit: Eine tolle Reise ins Land der Fantasie für Kinder von 3 bis 6 Jahren.

Jenny Westin Verona und Jesús Verona: Kalle und Elsa. Ein Sommerabenteuer. Aus dem Schwedischen von Karl-Axel Daude. Bohem 2018. 32 Seiten, Euro 16,95, ISBN 978-3-95939-066-1.

__________________________________________________

WERBUNG (*)

Zur Verlagsseite – bei Amazon – bei der Autorenwelt – im Onlineshop eurer Buchhandlung – und in eurer Lieblingsbuchhandlung.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

(*) Nach dem Telemediengesetz sind Links auf Verlage, Shops und Affiliate-Links (hier: Amazon) als Werbung zu kennzeichnen, übrigens ganz unabhängig davon, ob das Buch ein Rezensionsexemplar ist oder selbst gekauft wurde. Ich bekomme kein Geld von den Verlagen, sie stellen mir lediglich ein Buch zur Verfügung. Das verpflichtet mich zu nichts, ich schreibe auch kritische Rezensionen oder verzichte ganz darauf, ein Buch zu besprechen. Meine Meinung ist nach wie vor unabhängig. Die Links sind ein Service für euch Blogbesucher, auf den ich nicht verzichten möchte. Lediglich über den Amazon-Affiliate-Link verdiene ich etwas Geld – falls jemand etwas bestellt, nachdem er den Link benutzt hat, bekomme ich ein paar Cent.