D. D. Everest: Archie Greene und das Buch der Nacht

D. D. Everest: Archie Greene und das Buch der Nacht

Geheimnisvolle Vorfälle bedrohen die magische Welt

Zusammen mit seinen Freunden aus dem Club der Alchemisten schreibt Archie Greene die verblassenden Zaubersprüche aus den alten Büchern mit seiner magischen Feder neu. Doch dann taucht eine merkwürdige schwarze Flamme auf und löscht nicht nur den neuesten Zauberspruch aus, sondern seine ganze Arbeit. Dann wird ein mächtiges magisches Buch aus der magischen Bibliothek gestohlen, das Buch der Nacht, und das Buch der Prophezeiungen geht in Flammen auf. Es wird immer deutlicher, dass die schwarzmagischen Gierer an Macht gewinnen. Sie versuchen, die Welt der guten Magie auszulöschen. Währenddessen versucht Archie immer noch herauszufinden, was mit seinen Eltern passiert ist. Angeblich sind sie in einem Buch gefangen, aber in welchem? Außerdem hat Archie merkwürdige prophetische Träume. Alle Spuren führen zu Fabian Gray. Doch der ist seit Jahrhunderten tot. Was nun?

Kann Archie die magische Welt retten?

Noch vor Kurzem wusste Archie nicht einmal, dass er magische Fähigkeiten hat, und nun scheint das Wohlergehen der ganzen magischen Welt auf seinen Schultern zu ruhen. Kein Wunder, dass er ruhelos und unruhig ist. Immer wieder zweifelt er an seinen Möglich- und Fähigkeiten, besonders, nachdem er überfallen wurde und ein wichtiges Utensil verloren hat. Seine Familie und seine Freunde aus dem Club der Alchemisten stehen jedoch hinter ihm, halten zu ihm und geben ihm immer wieder Kraft. Archie, seine Familie und seine Freunde sind sehr sympathisch. Sie alle haben Stärken und Schwächen, niemand ist unfehlbar oder übermenschlich. Alles konzentriert sich auf Archie, der manchmal sehr an sich zweifelt. Durch den Erzähler weiß der Zuhörer manchmal etwas mehr als er und ahnt, was passieren könnte. Doch sind die Hinweise recht verschlüsselt, sodass ich von der Wendung der Ereignisse immer wieder überrascht wurde.

Spannende Unterhaltung voller Action

Archies Abenteuer sind sehr, sehr spannend. Der dritte Teil der Reihe ist wiederum sehr gelungen und führt die Trilogie zu einem würdigen Abschluss. Am Ende kommt es zu einem großen Showdown, bei dem alles geklärt wird, was noch unklar war, und herauskommt, wer wirklich auf welcher Seite steht.

Zugegeben, vom groben Rahmen erinnert manches an Harry Potter: Ein Junge, der nicht weiß, dass er aus einer Magierfamilie stammt, kommt in die magische Welt, fällt durch ungewöhnliches Talent und besondere Fähigkeiten auf, kann bei allem auf die Hilfe seiner Freunde vertrauen, ist aber eindeutig der Anführer, er wird von Wesen überfallen, die ihm jede Freude und Zuversicht rauben, schließlich kommt es zum großen Kampf Gut gegen Böse, wobei er derjenige ist, der die Welt retten muss. Dennoch ist Archie ein ganz anderer Typ, die magische Welt hat ganz andere Merkmale und Besonderheiten, es gibt zwar einen Oberbösen, aber der taucht erst am Schluss auf und ist bei Weitem nicht so dominant wie Voldemort. Archie Greene ist eine Reihe, die trotz der Ähnlichkeiten eine ganz eigenständige Entwicklung nimmt, es gelingt ihr, viel Spannung aufzubauen, einige überraschende Wendungen zu nehmen, bis es schließlich zum entscheidenden Aufeinandertreffen von Gut und Böse kommt.

Archie Greene, der Bücherflüsterer, hat mein Leserinnenherz schnell erobert. Ich habe alle drei Teile (wie immer hervorragend gelesen von Peter Kaempfe) mit Genuss, Spannung und Freude gehört. Schade, dass die Reihe nun zu Ende sein soll.

Fazit: Eine absolut überzeugende und empfehlenswerte Fantasyreihe für alle Fans magischer Geschichten ab 10 Jahren.

D. D. Everest: Archie Green und das Buch der Nacht (3). Aus dem Englischen von Nadine Mannchen. Gelesen von Peter Kaempfe. Igel-Records 2017. 4 CDs, 297 Minuten, ISBN 978-3-7313-1173-7.

Es bringt wenig, mit dem dritten Teil anzufangen: Hier geht es zu den Rezensionen von
Archie Greene und die Bibliothek der Magie
Archie Greene und der Fluch der Zaubertinte

__________________________________________________

WERBUNG (*)

Zur Verlagsseite – bei Amazon – im Onlineshop eurer Buchhandlung – und in eurer Lieblingsbuchhandlung.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

(*) Nach dem Telemediengesetz sind Links auf Verlage, Shops und Affiliate-Links (hier: Amazon) als Werbung zu kennzeichnen, übrigens ganz unabhängig davon, ob das Buch ein Rezensionsexemplar ist oder selbst gekauft wurde. Ich bekomme kein Geld von den Verlagen, sie stellen mir lediglich ein Buch zur Verfügung. Das verpflichtet mich zu nichts, ich schreibe auch kritische Rezensionen oder verzichte ganz darauf, ein Buch zu besprechen. Meine Meinung ist nach wie vor unabhängig. Die Links sind ein Service für euch Blogbesucher, auf den ich nicht verzichten möchte. Lediglich über den Amazon-Affiliate-Link verdiene ich etwas Geld – falls jemand etwas bestellt, nachdem er den Link benutzt hat, bekomme ich ein paar Cent.