Anselm Grün, Giuliano Ferri: Die Ostergeschichte

Beginnend mit Jesu Einzug in Jerusalem erzählt Grün von den letzten Tagen in Jesu Leben: Jesus im Tempel, beim letzten Abendmahl, im Garten Getsemani, Judas Verrat, vor Pontius Pilatus, die Verleugnung durch Petrus, schließlich die Kreuzigung, die Auferstehung, Emmaus und die Aussendung der Jünger. Er fasst die Geschichte in kindgerechten, verständlichen Worten zusammen und bleibt dabei doch nah an der biblischen Schilderung. Die Bilder von Giuliano Ferri sind wunderschön. Er arbeitet oft mit der Wirkung von Sonnenstrahlen, was sehr stimmungsvolle Bilder erzeugt. Die Kreuzigungsszene ist aus großem Abstand gezeigt, was ich sehr gut finde. Das Thema ist schwierig genug, auch bei dieser Schilderung in einfachen Worten bleibt es für die Kinder schwer genug zu verstehen, was passiert. Da braucht es nicht noch ein gruseliges Bild mit blutenden Wunden und schmerzverzerrtem Gesicht.

Nun kann man fragen, ob man Vorschulkindern diese Geschichte überhaupt schon erzählen sollte. Ich finde schon. Die Weihnachtsgeschichte hören die Kinder von klein auf, aber um zu verstehen, dass Ostern mehr bedeutet, als Ostereier zu suchen, und die Grundlagen des christlichen Glaubens zu verstehen, braucht es nun einmal das Wissen um Tod und Auferstehung. Auch in der Kirche hören sie vom Tod Jesu, sehen das Kruzifix und fragen danach.

Erklärende Worte werden sicherlich trotz des guten Textes erforderlich sein. Das Buch wird für Kinder ab 4 Jahren empfohlen, sicher werden manche lieber ein wenig länger warten wollen. Das hängt aber sicherlich auch davon ab, wie viel Kontakt die Kinder mit dem christlichen Glauben haben und wann sie danach fragen.

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Anselm Grün, Giuliano Ferri: Die Ostergeschichte. Herder 2012. 32 Seiten, Euro 12,95, ISBN 978-3-451-71108-4.

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Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.