Andreas Greve, Lena Winkel: Komm bald wieder

Andreas Greve, Lena Winkel: Komm bald wieder

Wie schön muss Wiedersehensfreude sein

Hubert und Huschl sind beste Freunde. Sie wohnen zusammen und verbringen all ihre Zeit gemeinsam. Eines Tages beobachten sie, wie die Nachbarn Besuch von ihren Kindern und Enkeln bekommen. Die Wiedersehensfreude ist groß.

Hubert wird nachdenklich. Wie schön es wohl wäre, wenn Huschl wiederkommt? Der ist irritiert, schließlich ist er gar nicht weg. Am Ende beschließen die beiden, es auszuprobieren. Sie zelebrieren den Abschied, dann geht Huschl davon.

Huschl ging die Straße hinunter, die zum Hafen führte. Er wusste ja nicht, wann Hubert Sehnsucht bekommen würde. Und so kam er schließlich ganz bis zum Wasser. Da gab es viel zu sehen.

Er verbringt einen erlebnisreichen Tag, fragt sich aber immer wieder, ob Hubert ihn wohl schon vermisst – denn dann wäre es ja Zeit, nach Hause zu gehen.

Daheim fängt Hubert schon an, sich Sorgen zu machen. Aber das weiß Huschl natürlich nicht. Als er sich entschließt, wieder nach Hause zu gehen, ist die Freude tatsächlich riesig. Allerdings weint Hubert, statt zu lachen.

„Aber warum weinst du dann?“
„Wenn man sich ganz doll freut, weint man“, sagte Hubert und wischte sich die Tränen mit dem Schal aus dem Gesicht.

Die beiden beschließen, das nächste Mal lieber zu zweit fortzugehen. 

Ein Experiment

Der Igel und die Echse sind eigentlich unzertrennlich. Trotzdem beschließen sie, getrennte Wege zu gehen, weil sie einmal ganz neue Gefühle erleben wollen: Sehnsucht und Wiedersehensfreude. Vor allem Hubert muss feststellen, dass es dabei nicht bleibt. Er, der Daheimgebliebene, bekommt nicht nur Sehnsucht nach Huschl, sondern er macht sich auch Sorgen. Wie wird es seinem Freund wohl ergehen? Ist alles in Ordnung?

Auch Huschl macht neue Erfahrungen. Er erlebt interessante Dinge, bedauert es aber, dass er alleine ist und die schönen Erfahrungen nicht mit Hubert teilen kann. Am Ende fällt die Wiedersehensfreude etwas anders aus, als sie es nach der Beobachtung der Nachbarn erwartet haben. Die beiden haben gelernt, dass Wiedersehensfreude zwar nett sein mag, dass sie gemeinsame Erlebnisse aber viel schöner finden.

Abschied und Wiederkehr

Abschied und Wiederkehr ist ein Thema, das bei Kindergartenkindern eine große Rolle spielt. Selbst wenn sie gerne in den Kindergarten gehen, ist damit anfangs doch immer eine gewisse Sorge verbunden, ob Mama oder Papa wirklich wiederkommen und sie abholen werden. Oder steht gar die erste Übernachtung außer Haus an? Ohne Eltern zu den Großeltern oder dem besten Freund oder der besten Freundin? Dann könnte es ihnen gehen wie Huschl, der zwar viel erlebt, sich aber immer Gedanken darüber macht, wie es Hubert zu Hause wohl ergehen mag. Das Buch eignet sich hervorragend, um über solche Situationen ins Gespräch zu kommen und zu schauen, wie andere damit umgehen. 

Der Text ist schon etwas umfangreicher, die Sätze sind einfach und gut verständlich mit einem hohen Anteil von wörtlicher Rede. Die Bilder sind in etwas gedeckten Farben gehalten, bunt, ohne knallig zu sein. Ich finde sie sehr putzig, besonders Igel Huschl mit seinen gelben Stiefeln und der gelben Umhängetasche ist sehr niedlich. Kinder von 4 bis 6 Jahren können sich sicherlich gut mit beiden Helden identifizieren. 

Fazit: Ein wichtiges Thema für Kinder, Abschied und Wiederkehr, wird hier auf sehr ansprechende Weise aufgegriffen. 

Andreas Greve, Lena Winkel: Komm bald wieder. Atlantis 2018. 32 Seiten, Euro 14,95, ISBN 978-3-7152-0753-7.

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